Chinas Zentralbank lässt Dollar verkaufen - Händler

Die chinesische Zentralbank hat Händlern zufolge in den Devisenmarkt eingegriffen. In ihrem Auftrag verkauften staatseigene Banken Dollar, sagten mehrere Devisenhändler am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Ziel sei offenbar, den Kurs der Landeswährung Yuan bei 6,43 zum US-Dollar zu halten. Die Zentralbank wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern.

Sie hatte noch am Dienstag erklärt, dem Markt einen größeren Einfluss auf den Wechselkurs einzuräumen. Das Versprechen kam, nachdem die Zentralbank die Währung mit knapp zwei Prozent so kräftig abwertete wie noch nie. Am Mittwoch legte sie nach und schickte den Yuan erneut auf Talfahrt: Er fiel auf ein Vierjahrestief zum Dollar. Durch die Abwertung werden chinesische Waren auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger. Einige Experten befürchten einen Währungskrieg.

Der Yuan ist keine frei schwankende Währung wie etwa der Euro. Vielmehr ist er an den Kurs des Dollar gebunden: Die Zentralbank bestimmt arbeitstäglich einen Referenzkurs, um den der Yuan um maximal zwei Prozent schwanken darf.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"