Chinas Reisebüros dürfen keine Touren in den Vatikan mehr anbieten

Peking/Vatikanstadt (APA/dpa) - Chinesische Reisebüros dürfen keine Touristentouren mehr in den Vatikan anbieten. Organisierte Reisen in den Vatikan wie auch auf die pazifische Inselrepublik Palau seien nicht erlaubt, bestätigten mehrere Veranstalter am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Mit beiden Ländern unterhält China keine diplomatischen Beziehungen.

So stehen sie auch nicht auf der Liste der offiziell genehmigten Reiseziele. Reisende könnten sich wohl ein Flugticket dorthin kaufen, aber keine Tour buchen, hieß es.

Mindestens zwei Reisebüros haben nach Angaben der Zeitung "Global Times" sogar Strafen in Höhe von mehr als 300.000 Yuan (38.000 Euro) bezahlen müssen, weil sie solche organisierten Reisen angeboten hatten. "Wenn sie selbst reisen, ist es egal", sagte der Manager eines Reisebüros auf Anfrage. "Aber wer mit einem Paket reisen will, kann nur unter zwei Bedingungen buchen: Erstens, das Land muss sicher sein. Zweitens, es muss auf der Liste der Reiseziele stehen."

Nur bei Ländern, mit denen China diplomatische Beziehungen unterhalte, könne das Reisebüro garantieren, dass es im Notfall auch Unterstützung durch die chinesische Botschaft oder Konsulate gebe, sagte der Manager. Eine Mitarbeiterin des großen chinesischen Reiseveranstalters Ctrip bestätigte aber, dass die Reisen in den Vatikan erst in den vergangenen zwei Monaten gestrichen worden seien. "Sie verkauften sich schlecht, und es gibt politische Gründe."

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort