Chinas Präsident hat in Indien Milliarden-Verträge im Gepäck

(Reuters) - Die beiden asiatischen Wirtschaftsriesen China und Indien wollen ihre Handelsbeziehungen mit milliardenschweren Verträgen ausbauen. Den Rahmen dafür bildet ein dreitägiger Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Indien. Xis erste Station war am Mittwoch Ahmedabat im Unionsstaat Gujarat, wo er den neuen indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi traf. Ort und Zeit für die Reise nach Indien, zu dem China bislang eher unterkühlte Beziehungen pflegt, waren sorgsam gewählt: Gujarat ist die Heimat Modis, der am Mittwoch seinen 64. Geburtstag feierte. "Als Motoren der asiatischen Wirtschaft müssen wir als Partner zusammenarbeiten und die Speerspitze des Wachstums bilden", forderte Xi in einem Artikel für die indische Zeitung "The Hindu". Er hat auf seiner Reise milliardenschwere Verträge für Investitionen in das indische Schienen- und Straßennetz mit im Gepäck.

Dass die Volksrepublik verstärkt auf das Nachbarland als Investitionsstandort setzt, untermauert ein Vertrag über zwei chinesische Gewerbeparks auf dem Subkontinent. Wie aus chinesischen Delegationskreisen verlautete, soll er ein Volumen von insgesamt 6,8 Milliarden Dollar haben. Der Vertrag gilt als Meilenstein für das beiderseitige Verhältnis, da China den südlichen Nachbarn in Sachen Investitionen bislang eher stiefmütterlich behandelte: Binnen 14 Jahren flossen nur magere 400 Millionen Dollar in das Nachbarland. Die Regierung in Neu-Delhi hofft ihrerseits darauf, dass Firmen der IT-Service-und der Pharmabranche in China Fuß fassen können. In der indischen Hauptstadt wurden bei einer Geschäftkonferenz Abkommen zwischen indischen und chinesischen Firmen im Gesamtumfang von rund 3,4 Milliarden Dollar unter Dach und Fach gebracht.

Wien (APA) - Maschinen können bald mehr als die Hälfte der Tätigkeiten übernehmen, die jetzt von Menschen ausgeübt werden. Dementsprechend ist mehr als die Hälfte der Jobs mittelfristig von Automatisierung oder "Robotern" bedroht. Ältere Menschen trifft das besonders hart, weil sie sich schwertun, eine neue Arbeit zu finden oder umzusatteln, zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Mercer-Studie.
 

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Roboter bedrohen vor allem Jobs unqualifizierter älterer Menschen

Wien (APA) - Singapur unterzeichnet am Freitag ein Freihandelsabkommen mit der EU, das aber für London bald nicht mehr gilt. Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong schließt nicht aus, dass die Briten bilateral zu einem besseren Deal mit seinem Land gelangen könnten. "Es ist immer leichter, ein Abkommen mit einem Land statt mit einer Organisation aus 28 Staaten zu machen", sagte er am Mittwoch in Wien.
 

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Brexit - Singapurs Premier: Mit einem Land macht man leichter Deals

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