Chinas Notenbank kritisiert Pläne für schärfere EU-Bankenregulierung

Peking (APA/Reuters) - Chinas Zentralbank fordert die Europäische Union auf, Pläne für eine schärfere Regulierung ausländischer Großbanken zu überdenken. Die geplanten neuen Regeln würden die Kreditvergabe chinesischer Institute beeinträchtigen und ihre Fähigkeit schmälern, Finanzmittel aufzunehmen, teilte die People's Bank of China am Dienstag auf ihrer Internetseite mit.

Den Plänen zufolge sollen ausländische Geldhäuser, die in Europa eine Bilanzsumme von mehr als 30 Milliarden Euro haben, künftig eine neue Zwischenholding zwischen den Mutterkonzern und seine EU-Ableger schalten. Die Institute sollen auf diese Weise strenger kontrolliert und die Branche so insgesamt krisenfester werden.

Aus Sicht der chinesische Notenbank ist jedoch die Schwelle von 30 Milliarden Euro zu niedrig angesetzt. Die in der EU tätigen Institute aus dem Reich der Mitte seien vergleichsweise klein, erklärte sie. Die EU-Kommission hatte ihre Pläne erstmals im November 2016 vorgestellt. Durch die neue Zwischenholding sollen EU-Bankenaufseher künftig unter anderem einen besseren Zugang zu den Unternehmensdaten der ausländischen Geldhäuser erhalten. In den USA gibt es für große europäische Banken bereits ähnliche Anforderungen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker