Chinas Industrie mit stärkstem Rückgang seit 15 Monaten

Chinas Industrie ist im Juli so stark geschrumpft wie seit 15 Monaten nicht mehr. Der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex lag den am Freitag veröffentlichten, vorläufigen Daten zufolge bei 48,2 Punkten, dem tiefsten Stand seit April 2014. Es ist zudem der fünfte Monat in Folge mit einem Wert unter der Marke von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert.

Von Reuters befragte Experten hatten einen Wert von 49,7 Punkten erwartet, was eine leichte Erholung zu den 49,4 Punkten im Juni gewesen wäre. Das unerwartet schlechte Abschneiden des Index widerspricht anderen Konjunkturdaten, die jüngst auf eine Stabilisierung der zweitgrößten Volkswirtschaft hingedeutet hatten. Die Regierung in Peking hat das Wirtschaftswachstum im Zeitraum April bis Juni mit gleichbleibend sieben Prozent angegeben und damit etwas höher als von Analysten vorhergesagt.

Die neuen Daten dürften Spekulationen befeuern, dass sie Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur ergreifen wird. An Chinas Börsen war es in der ersten Monatshälfte zu einem Ausverkauf gekommen. Die Regierung hat zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Verkaufswelle zu stoppen.

Der Einkaufsmanager-Index wurde in diesem Monat erstmals in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Medienkonzern Caixin veröffentlicht. Zuvor war die Großbank HSBC beteiligt.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

Newsticker

Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

Newsticker

Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

Newsticker

Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker