Chinas Handel mit Nordkorea legt trotz Sanktionen zu

China hat zum Jahresauftakt trotz verschärfter Sanktionen mehr Waren nach Nordkorea verkauft. Die Ausfuhren in das international isolierte Land legten auf Yuan-Basis um 14,7 Prozent zu, wie ein Sprecher der chinesischen Zollbehörden am Mittwoch mitteilte.

Es habe sich um elektromechanische Produkte, arbeitsintensive Güter sowie landwirtschaftliche Erzeugnisse gehandelt. Zugleich importierte die Volksrepublik 10,8 Prozent mehr aus Nordkorea, vor allem Kleidungsstücke und Kohle.

Als Reaktion auf die jüngsten Atomwaffen- und Raketentests wurden im März die internationalen Sanktionen gegen Nordkorea massiv verschärft. Das betrifft insbesondere den Kohlesektor. Der Kauf des Rohstoffs wurde von den Vereinten Nationen (UN) drastisch eingeschränkt und ist nur noch dann erlaubt, wenn die Einnahmen in Nordkorea für "Zwecke des Lebensunterhalts" verwendet werden sollen. Nach Einschätzung westlicher Experten ist das ein Schlupfloch für China. Der Bergbausektor gilt als wichtige Einnahmequelle für den nordkoreanischen Staat.

China ist der einzige mächtige Verbündete und der wichtigste Handelspartner Nordkoreas. Aber auch die Regierung in Peking hat sich über die jüngsten Raketentests verärgert gezeigt. Anfang April gab sie ein Einfuhrverbot für Gold und Seltene-Erden-Metalle bekannt und untersagte die Ausfuhr von Kerosin und anderen Erdöl-Produkten, die zur Herstellung von Raketentreibstoff verwendet werden können.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London