Chinas Börsen trotz Zentralbank-Hilfe erneut im Minus

In China haben die Aktienkurse trotz einer massiven Stützungsmaßnahme der Zentralbank ihre Talfahrt fortgesetzt. Der Leitindex CSI300 verlor am Dienstag zeitweise mehr als zwei Prozent, das Barometer der Börse in Shanghai notierte im Handelsverlauf knapp drei Prozent schwächer.

Die Notenbank pumpte umgerechnet etwa 19 Milliarden Euro in den Markt - so viel wie seit September nicht - um nach dem rabenschwarzen ersten Handelstag des Jahres einen erneuten Kurssturz zu verhindern. In Tokio schloss der Nikkei 0,4 Prozent schwächer.

Für Aufsehen sorgte auch eine Erklärung der chinesischen Börsenaufsicht. Diese erwägt demnach, ob die Zahl der Aktien, die größere Investoren in einem bestimmten Zeitraum verkaufen können, begrenzt wird. Das zielt nach Einschätzung von Experten darauf ab, einen weiteren Ausverkauf Anfang kommender Woche zu verhindern. Nach den Kursturbulenzen im Sommer hatte China institutionellen Investoren ein halbes Jahr lang den Verkauf von Aktien untersagt - diese Frist endet am kommenden Montag. Mindestens zehn Firmen kündigten nun an, dass ihre Großaktionäre auch über diese Frist hinaus an ihren Aktien festhalten wollten.

China steht vor dem Problem, die massiven Einschränkungen für den Aktienmarkt wieder zurückzunehmen. Erschwert wird das durch die heikle Lage, in der die chinesische Wirtschaft derzeit steckt. Das Wachstum ist so schwach wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr, insbesondere der Export schwächelt.

Am Montag war der chinesische Aktienhandel nach einem Kurseinbruch von sieben Prozent automatisch beendet worden. Der Stoppmechanismus wurde damit gleich an dem Tag aktiviert, an dem er in Kraft trat.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne