Chinas 2. Versuch für Einstieg bei deutschem Netzbetreiber 50Hertz

Berlin (APA/Reuters) - Der chinesische Staatskonzern SGCC hat einem Zeitungsbericht zufolge den Kaufvertrag für eine 20-Prozent-Beteiligung an dem deutschen Netzbetreiber 50Hertz unterzeichnet. Derzeit würden nun verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie ein Einstieg der Chinesen noch verhindert werden könne, berichtete das "Handelsblatt" am Dienstag unter Berufung auf deutsche Regierungs- und Branchenkreisen.

Dabei könne der Staatsbank KfW eine Schlüsselrolle zukommen. Das Wirtschaftsministerium wollte das zunächst nicht kommentieren. Von 50Hertz war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der Kaufvertrag zwischen SGCC und dem australischen Infrastrukturfonds IFM steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass der 50Hertz-Mehrheitsaktionärs, der belgischen Netzbetreibers Elia, auf ein bestehendes Vorkaufsrecht für den Anteil verzichten müsste. Elia könne von diesem Recht bis Mitte Juli Gebrauch machen. Da die Belgier dies aber womöglich nicht tun wollen, sind laut "Handelsblatt" andere Modelle im Gespräch. So könnte Elia den 20-Prozent-Anteil kaufen, die Beteiligung dann aber an die KfW weiterreichen, wo er "geparkt" werden könnte. Daneben würden aber auch noch andere Varianten erwogen, darunter solche, bei denen Bürgschaften eine Rolle spielen könnten.

Deutschlands Wirtschaftsminister Peter Altmaier hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, er persönlich habe Schwierigkeiten, wenn es um die Zulassung der Beteiligung eines Investors aus einem Drittland, wie China, an der kritischen Infrastruktur des Landes ginge. Dabei führte er ausdrücklich den Fall des Netzbetreibers 50Hertz an, wo ein erster Einstiegsversuch der Chinesen gescheitert war.

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