China will Exporte nicht durch Währungsabwertung stützen

Tianjin (APA/Reuters) - China wird sich nach den Worten von Ministerpräsident Li Keqiang nicht an einem Wettlauf der Währungsabwertungen beteiligen. "Eine einseitige Abwertung des Yuan bringt mehr Schaden als Vorteile für China", sagte Li am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in der Hafenstadt Tianjin.

"China wird niemals den Weg gehen, auf eine Stimulierung der Exporte durch eine Yuan-Abwertung zu vertrauen", so Li. Sein Land jage nicht "schmalen Gewinnen" und "ein paar Dollar" hinterher.

Die Landeswährung Yuan wertete im Anschluss an Lis Äußerungen etwas auf. Ihr Kurs hat seit Mitte April etwa neun Prozent zum Dollar verloren. Einige Beobachter vermuten dahinter den Versuch Pekings, die Folgen der von den USA verhängten Strafzölle auf chinesische Produkte zu dämpfen. Je niedriger der Yuan-Kurs ist, desto billiger werden chinesische Waren im Ausland.

Die beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt überziehen sich derzeit gegenseitig mit Strafzöllen. US-Präsident Donald Trump kündigte am Montag zehnprozentige Zuschläge auf Waren aus China in einem Wert von 200 Mrd. Dollar (170,98 Mrd. Euro) an. Sie sollen von Montag an erhoben werden und bis Jahresende auf 25 Prozent steigen. China wiederum will US-Waren im Volumen von 60 Mrd. Dollar mit Zöllen von fünf bis zehn Prozent belegen. Die USA werfen China unter anderem Marktabschottung, unfaire Beihilfen für die eigene Wirtschaft und Technologiediebstahl vor.

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