China-Topbanker sieht viele Invest-Möglichkeiten in Österreich

"Asiatische Banken blicken nach Österreich" , meint der Vize-Chef der Bank of China International (BOCI). Die Bank of China will in Wien eine Filiale eröffnen. Der Banker spricht von einer "strahlenden Zukukunft". Auf einer Werbetoru in Hongkong hat Wirtschaftsstaatssekretär Mahrer (VP) Österreich als Innovationstreiber als den "Türöffner" für die CEE-Region beworben.

Hongkong. Vor hochkarätigen chinesischen Firmenvertretern und mit großem Interesse chinesischer Medien hat am Dienstagvormittag (Ortszeit) die chinesisch-österreichische Investor & Business Konferenz in Hongkong begonnen. Es geht aus heimischer Sicht darum, Investoren aus Fernost zu gewinnen. Österreich wird als Tor in die CEE-Region präsentiert. Viele Vorstände heimischer Betriebe waren an Ort und Stelle.

Der Vize-Chef der Bank of China International (BOCI), Lam Kwong Siu, sagte, sein Geldhaus werde "mit vollem Service dabei sein, wenn Firmen aus Hongkong bzw. China in Österreich investieren" sollten. Es ist ja auch bald eine Filialeröffnung der Bank of China in Wien geplant. "Durch eine Zusammenarbeit können alle Seiten profitieren", sagte der Top-Manager auch mit Blick auf die "Seidenstraßen-" und "16+1-Initiative" Chinas.

Österreich könne "als Link die Kooperation zwischen China und dem CEE-Raum verstärken", so Lam. Die geografische Lage Österreichs sei vorteilhaft. "Asiatische Banken blicken nach Österreich", sagte Lam.

Es gebe "viele Möglichkeiten der Kooperation". Durch die "Seidenstraßen"-Initiative würden sich sowohl für österreichische, zentral- und osteuropäische sowie chinesische Firmen neue Möglichkeiten ergeben. Durch den Prozess könnte eine "Win-win-Situation" entstehen. "Die Zukunft ist in der Tat eine strahlende", sagte er.

Auch die Rolle der neuen Asien-Investitionsbank AIIB im Zusammenhang mit riesigen geplanten Investitionen in Infrastruktur wie Straßen, Eisenbahnen und Telekommunikation im Rahmen der "Seidenstraßen"-Initiative, hob Lam hervor. Österreich ist AIIB-Mitglied.

Der Finanzminister von Hongkong, Hon John Tsang Chun-wah, lobte Österreich in seinen Begrüßungsworten als bewährten, langjährigen Partner. Beim Nutzen von wirtschaftlichen Möglichkeiten habe seine Sonderverwaltungszone "volle Unterstützung der Zentralregierung" in Peking. Hongkong sei die freieste Wirtschaft weltweit. Die Investorenkonferenz lobte er als äußerst prestigeträchtig.

Michael Buhl, Vorstand der Wiener Börse, bezeichnete die Anteile chinesischer Investoren an heimischen börsennotierten Firmen im APA-Gespräch als ausbaufähig im Vergleich zu den Anteilen, die Investoren aus kleineren Staaten halten. Zum Beispiel machten norwegische Anteile durchgerechnet derzeit rund acht Prozent aus, chinesische 2,5 Prozent.

Aus China und Hongkong waren rund 150 Firmen- bzw. Investment-oder Bankenvertreter bei der Veranstaltung der Österreicher.

Rosenbauer-CFO Günter Kitzmüller erklärte gegenüber der APA, es gehe insgesamt auch darum, "die Fahne hochzuhalten". Für seine Firma biete China natürlich ein riesiges Marktpotenzial.

Wirtschaftsstaatssekretär Harald Mahrer (ÖVP), derzeit mit einer Delegation auf Arbeitsbesuch in Hongkong, bezeichnete Österreich als Türöffner für die CEE-Region - in der Österreich der Innovationstreiber sei.

Organisiert wird die Konferenz - diesmal zum zweiten Mal in Hongkong - von "21st Austria" und der Außenwirtschaft der Wirtschaftskammer, Advantage Austria. Ähnliche Veranstaltungen gibt es jährlich in den weiteren Welt-Finanzmetropolen New York und London. Die Initiative "21st Austria" will über die Generierung von Investoren hinaus die heimischen "Hidden Champions" der Industrie präsentieren und Österreich ein Image über eine Kulturnation hinaus verpassen.

Unter anderem nahmen aus Österreich FACC-Chef Walter Stephan, RHI-CEO Franz Struzl, AT&S-Chef Andreas Gerstenmayer, WIIW-Direktorin Elisabeth Hagen, Johannes Riegl von Riegl Laser Measurement Systems und Notenbank-Präsident Claus Raidl an der Konferenz in der Fernost-Weltstadt teil. Auch der zweite Nationalratspräsident Karl Heinz Kopf (ÖVP) war dabei und hielt eine Rede, in der er die Verbindungskraft Österreichs nach Zentral-, Ost-und Südosteuropa hervorhob.

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft