China schränkt Exporte nach Nordkorea weiter ein

Pjöngjang/Peking (APA/Reuters) - China erhöht im Atomkonflikt mit Nordkorea den Druck und schränkt den Handel mit dem Nachbarstaat weiter ein. Für einige Produkte, die nicht nur zivil, sondern auch zum Bau von Massenvernichtungswaffen genutzt werden können, wurde die Ausfuhr nach Nordkorea umgehend verboten, wie das Handelsministerium in Peking am Montag ankündigte.

Dazu gehören Abluftreiniger für den Unterwasser-Einsatz, Ausrüstung für Flugsimulationen und bestimmte Gasmasken. Damit erfülle China die im vergangenen Jahr abermals verschärften Sanktionen der Vereinten Nationen (UNO). Die Spannungen zwischen Nordkorea und besonders den USA hatten im vergangenen Jahr zugenommen. Beide Seiten überzogen sich immer wieder mit Drohungen.

China ist der letzte größere Verbündete Nordkoreas, hat aber die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen wegen des Atomwaffen- und Raketenprogramms der Führung in Pjöngjang in den vergangenen Monaten eingeschränkt. Vor allem in der US-Regierung halten sich allerdings Zweifel an der chinesischen Bereitschaft, größeren Druck auf den weitgehend isolierten Staat auszuüben und die UNO-Sanktionen vollständig umzusetzen.

Nordkorea hat einem kürzlich veröffentlichten UNO-Bericht zufolge im vergangenen Jahr mehrfach gegen Sanktion verstoßen und durch Rohstoffexporte fast 200 Millionen Dollar verdient. Zudem habe das Land Waffen nach Syrien geliefert und auch das dortige Forschungszentrum, das das Chemiewaffenprogramm kontrolliere, versorgt.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder