China schränkt Exporte nach Nordkorea weiter ein

Pjöngjang/Peking (APA/Reuters) - China erhöht im Atomkonflikt mit Nordkorea den Druck und schränkt den Handel mit dem Nachbarstaat weiter ein. Für einige Produkte, die nicht nur zivil, sondern auch zum Bau von Massenvernichtungswaffen genutzt werden können, wurde die Ausfuhr nach Nordkorea umgehend verboten, wie das Handelsministerium in Peking am Montag ankündigte.

Dazu gehören Abluftreiniger für den Unterwasser-Einsatz, Ausrüstung für Flugsimulationen und bestimmte Gasmasken. Damit erfülle China die im vergangenen Jahr abermals verschärften Sanktionen der Vereinten Nationen (UNO). Die Spannungen zwischen Nordkorea und besonders den USA hatten im vergangenen Jahr zugenommen. Beide Seiten überzogen sich immer wieder mit Drohungen.

China ist der letzte größere Verbündete Nordkoreas, hat aber die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen wegen des Atomwaffen- und Raketenprogramms der Führung in Pjöngjang in den vergangenen Monaten eingeschränkt. Vor allem in der US-Regierung halten sich allerdings Zweifel an der chinesischen Bereitschaft, größeren Druck auf den weitgehend isolierten Staat auszuüben und die UNO-Sanktionen vollständig umzusetzen.

Nordkorea hat einem kürzlich veröffentlichten UNO-Bericht zufolge im vergangenen Jahr mehrfach gegen Sanktion verstoßen und durch Rohstoffexporte fast 200 Millionen Dollar verdient. Zudem habe das Land Waffen nach Syrien geliefert und auch das dortige Forschungszentrum, das das Chemiewaffenprogramm kontrolliere, versorgt.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen