China gibt 6,5 Prozent Wachstum im neuen Fünfjahresplan vor

China will in den nächsten fünf Jahren um rund 6,5 Prozent jährlich wachsen. Dieses Wachstumsziel nannte Premier Li Keqiang nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in den Gesprächen mit Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel in Peking. Der neue Fünfjahresplan strebe eine nachhaltige, qualitativ bessere Entwicklung an, sagte der chinesische Regierungschef.

In der Mitteilung zum Abschluss der viertägigen Beratungen des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei war wenig später von einem "mittelhohen Wachstum" die Rede. Das Ziel sei die Verdoppelung der Wirtschaftsleistung und der Einkommen gemessen am Zeitraum von 2010 bis 2020. Es solle eine "gemäßigt wohlhabende Gesellschaft" geschaffen werden.

"Beide Ziele sind höchst ambitioniert und setzen voraus, dass es bis 2020 zu keinen größeren Wachstumseinbrüchen kommt", sagte Björn Conrad, Vizedirektor des China-Instituts Merics in Berlin in einer Reaktion. "Angesichts des schwierigen Strukturwandels, in dem Chinas Wirtschaft momentan steckt, ist dies eine sehr mutige Annahme."

Wie aus der Mitteilung hervorgeht, steht Innovation im Mittelpunkt des Entwicklungsplanes von 2016 bis 2020. Wie Regierungschef Li Keqiang in den Gesprächen mit Merkel sagte, will China mit Deutschland gerade bei der "Industrie 4.0" genannten Vernetzung von Produktionsprozessen stärker kooperieren.

Wegen der Zurückhaltung deutscher Unternehmen bei dem Vorhaben angesichts von Datenklau in China versprach Li Keqiang eindringlich einen besseren Schutz der Urheberrechte. "Nur wenn wir das geistige Eigentum schützen, können wir auch Innovation im ganzen Land haben."

Nach zwei Jahrzehnten zweistelligen Wachstums wächst Chinas Wirtschaft stetig langsamer. Im vergangenen Jahr fiel das Wachstum auf 7,4 Prozent - so langsam wie seit 24 Jahren nicht mehr. In diesem Jahr werden offiziell "rund 7 Prozent" erwartet, doch wuchs die Wirtschaft im dritten Quartal nur noch mit 6,9 Prozent.

Es handelt sich bei dem noch vagen Dokument des Zentralkomitees nur um den "Partei-Vorschlag" mit Richtlinien für den Fünfjahresplan, erklärte Merics-Chef Sebastian Heilmann. "Das eigentlich staatliche Dokument mit erstens bindenden und zweitens weichen Zielvorgaben und Kennziffern wird erst im März verabschiedet."

Um das "Hundertjahrziel" der Partei, die Verdoppelung der Einkommen und der Wirtschaftsleistung von 2010 auf 2020 zu erreichen, seien mindestens 6 bis 6,5 Prozent Wachstum erforderlich, sagte Heilmann. Zu erwarten seien auch Banken- und Fiskalreformen sowie die Änderung der Hukou genannten Wohnortregistrierung, an die soziale Leistungen gebunden sind, sowie die Umstrukturierung der Staatsunternehmen.

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Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft