China ist Windkraft-Weltmeister, globaler Ausbau 2017 niedrig wie nie

Wien (APA) - Die weltweite Windkraftleistung ist zwar 2017 um weitere 53 auf 539 Gigawatt ausgebaut worden, die Ausbaurate war mit 10,8 Prozent bezogen auf den Gesamtbestand aber so niedrig wie noch nie, berichtet das Global Wind Energy Council (GWEC). Zwei Drittel der Windkraftleistung wurden außerhalb Europas errichtet. Wind-Weltmeister bleibt China.

Ganze 19 GW an Leistung kamen im Vorjahr im Land der Mitte hinzu; Windräder mit einer Gesamtleistung von 188 GW stehen jetzt in China. In Europa sind es 178 GW, in Nordamerika 105 GW, in Indien 33 GW.

Innerhalb Europas hat Deutschland mit einer installierten Leistung von 56 GW die Nase vorn, gefolgt von Spanien (23 GW), Großbritannien (19 GW) und Frankreich (14 GW). Österreich belegt mit 2,8 GW Platz 15 in Europa, voriges Jahr kamen hierzulande 196 Megawatt (MW) dazu.

"Die Zeichen der Schwächung insbesondere in Europa sind Grund zur Sorge", so Stefan Gsänger vom weltweiten Windenergieverband WWEA. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten müssten dringend wieder mehr tun, um die Windenergie als Teil einer Gesamt-Erneuerbaren-Strategie festzuschreiben. Ziel müsse sein, dass die gesamte Energie aus erneuerbaren Quellen kommt. Stefan Moidl von der österreichischen IG Windkraft: "Österreich muss sich, so wie das EU-Parlament, für ein höheres EU-Ziel von mindestens 35 Prozent erneuerbare Energien im Jahr 2030 aussprechen." Unverständlicherweise sei das bisher nicht geschehen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

Newsticker

Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

Newsticker

Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

Newsticker

Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker