China zeichnete Fidel Castro mit Konfuzius-Friedenspreis aus

Peking/Havanna - Kubas ehemaliger Staatschef Fidel Castro ist mit dem Konfuzius-Friedenspreis, einer chinesische Version des bei der Staatsführung in Peking ungeliebten Friedensnobelpreises, ausgezeichnet worden. Wie die staatliche Zeitung "Global Times" am Donnerstag berichtete, wurde Castro wegen seiner "bedeutenden Beiträge" zum Weltfrieden geehrt.

Da der 88-Jährige an der Zeremonie in Peking am Dienstag nicht selbst teilnahm, wurde die Auszeichnung an einen kubanischen Austauschstudenten übergeben. Der Konfuzius-Friedenspreis war 2010 ins Leben gerufen worden, nachdem die Vergabe des Friedensnobelpreises an den inhaftierten chinesischen Regierungskritiker Liu Xiaobo bekannt geworden war. Die chinesischen Behörden hatten es Liu verboten, nach Oslo zu reisen und die Auszeichnung entgegenzunehmen. Der erste Preisträger des Konfuzius-Preises war Taiwans ehemaliger Vizepräsident Lien Chan. 2011 sorgte die Verleihung an den damaligen russischen Regierungschef und heutigen Präsidenten Wladimir Putin für Aufsehen.

Der diesjährige Friedensnobelpreis war am Mittwoch in einer feierlichen Zeremonie in Oslo an die Kinderrechtsaktivisten Malala Yousafzai aus Pakistan und Kailash Satyarthi aus Indien verliehen worden.

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