China bleibt 2018 bei Wachstumsziel von rund 6,5 Prozent - Kreise

Peking (APA/Reuters) - China gibt laut Insidern 2018 dasselbe Wachstumsziel wie im Vorjahr aus und setzt damit auf wirtschaftliche Stabilität. Es bleibe bei einem angestrebten Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von rund 6,5 Prozent, erfuhr Reuters am Donnerstag von mehreren mit der Sache vertrauten Personen in Peking.

Das Ziel sei vor Weihnachten auf einer Wirtschaftskonferenz führender Politiker vereinbart worden und werde auf der Parlamentssitzung im März veröffentlicht. Staatspräsident Xi Jinping hatte im Oktober davon gesprochen, dass weiter ein "von hoher Qualität" geprägtes Wachstum angestrebt werde. Danach waren Spekulationen aufgekommen, ob die Staatsführung auf ein konkretes Ziel verzichten könnte.

Investoren aus aller Welt blicken stets mit großem Interesse auf die Pekinger Vorgaben, da sich China in den vergangenen Jahren als Zugpferd der Weltwirtschaft erwiesen hat. In den schwierigen Jahren nach der Finanzkrise 2008/09 hatte die kommunistische Führung in Peking mit massiven Konjunkturprogrammen dafür gesorgt, dass die Wirtschaft des asiatischen Schwellenlandes weiter rund lief.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass sich chinesische Staatsfirmen und Regionalregierungen in den Jahren nach der Finanzkrise stark verschuldet haben. Nach Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) beläuft sich die Gesamtverschuldung der Volksrepublik auf 255,9 Prozent des BIP. "Das wirtschaftliche Wachstumsziel wird weiter bei rund 6,5 Prozent liegen, da Stabilität der Vorzug gegeben wird", sagte einer der mit den staatlichen Planungen vertrauten Gewährsleute.

Experten erwarten, dass das staatliche Wachstumsziel für 2017 übertroffen wird: Sie rechnen mit einem Plus von 6,8 Prozent. Für zusätzlichen Schub dürfte dabei die florierende Exportwirtschaft gesorgt haben. 2016 hatte das chinesische BIP nur um 6,7 Prozent zugelegt - das schwächste Wachstum seit 26 Jahren.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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