China setzt auf höhere Beamten-Gehälter im Kampf gegen Korruption

Peking (APA/Reuters) - China hat die Bezüge für seine Millionen Staatsbedienstete um mehr als 30 Prozent angehoben. Das soll die Anfälligkeit der Beamten für Korruption senken und zugleich durch eine höhere Kaufkraft die Wirtschaft stärken.

Einem Dokument des Kabinetts zufolge, das die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag einsehen konnte, wurde die Bezahlung per 1. Oktober um mindestens 31 Prozent angehoben und für manche Mitarbeiter sogar fast verdreifacht. Gemessen an hiesigen Maßstäben bleibt das Monatseinkommen aber sehr gering: Die Untergrenze für einfache Beamte liegt bei 510 Yuan, umgerechnet rund 70 Euro.

Die Regierung versucht seit längerem, die Effizienz der Arbeit der Beamten zu verbessern, Bestechung zu verdrängen und die Mitarbeiter mehr für ihre eigene Leistung zur Verantwortung zu ziehen. Die Bank Nomura erklärte, die Anhebung der Bezüge weise darauf hin, dass der Regierung daran gelegen sei, die Lebensqualität der Menschen im Land zu verbessern. Es sei die erste Gehaltsanhebung für diese Bediensteten seit acht Jahren. Die Regierung versucht auch, durch eine höhere Kaufkraft im Inland die heimische Konjunktur zu stärken. 2014 war die Wirtschaft des Landes nur noch 7,4 Prozent gewachsen - so gering wie seit 1990 nicht mehr.

Ein Teil des höheren Einkommens kassiert der Staat aber gleich wieder ein: In der vergangenen Woche war allen Beamten mitgeteilt worden, dass sie ab sofort acht Prozent ihres Gehalts in den staatlichen Pensionsfonds einzahlen müssen. Bisher waren viele Mitarbeiter davon ausgenommen. Angesichts der zunehmenden Zahl von Rentnern und Pensionären sah sich der Staat aber genötigt, die Einnahmen der Rentenkassen zu steigern.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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