ChemChina gibt Startschuss für milliardenschwere Syngenta-Übernahme

Der Chemieriese ChemChina hat die Übernahme des Schweizer Pflanzenschutz- und Saatgut-Herstellers Syngenta offiziell eingeläutet. Die Frist für die Andienung der Aktien soll am 23. März starten und zunächst bis 23. Mai laufen, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Kaufprospekt hervorging.

Eine Verlängerung bis zum 23. November sei möglich. Das Angebot ist an die Bedingung geknüpft, dass ChemChina mindestens 67 Prozent der Syngenta-Aktien einsammelt.

Bei dem Deal handelt es sich um den bisher größten Zukauf eines chinesischen Unternehmens im Ausland. ChemChina will für Syngenta 43 Mrd. Dollar (39,3 Mrd. Euro) in bar auf den Tisch legen. Wie Anfang Februar angekündigt, bietet der Staatskonzern den Syngenta-Aktionären 465 Dollar je Aktie an. Zusätzlich erhalten die Eigentümer für das vergangenen Geschäftsjahr eine Dividende von 16 Franken je Aktie.

Wichtige Kartellbehörden müssen der Transaktion zustimmen. Dazu zählt insbesondere der Ausschuss für ausländische Investitionen CFIUS in den USA. Das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) nimmt beim Verkauf amerikanischer Vermögenswerte vor allem sicherheitsrelevante Aspekte unter die Lupe.

An der Schweizer Börse legten die Syngenta-Aktien leicht auf 408 Franken (372,20 Euro) zu, kosteten damit weiterhin deutlich weniger als ChemChina anbietet. Händlern zufolge sind Anleger angesichts der regulatorischen Hürden weiterhin skeptisch. ChemChina peilt den Vollzug der Übernahme bis Jahresende an.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden