Chefwechsel bei der Deutschen Bank: Cryan ersetzt Jain

Gut drei Wochen nach der Rücktrittsankündigung von Anshu Jain bekommt die Deutsche Bank einen neuen Co-Chef: Der Brite John Cryan tritt an diesem Mittwoch (1.7.) sein Amt an der Seite von Jürgen Fitschen an. Nach der Hauptversammlung am 19. Mai 2016 soll Cryan die Führung des größten deutschen Geldhauses allein in die Hand nehmen.

Die Erwartungen an den 54-Jährigen sind gewaltig: Die Börse bejubelte die Personalie, Aktionäre hoffen auf endlich wieder dauerhaft steigende Kurse, Aufseher mahnen ein Ende der Skandale an. "Es reicht nicht, eine gute Strategie zu haben, auch die Prozesse bei der Umsetzung der Strategie müssen stimmen", sagte Deutschlands oberster Bankenaufseher, BaFin-Präsident Felix Hufeld, am Montagabend vor Journalisten in Frankfurt auf Fragen zu dem Dax-Konzern.

Deutschland einzige wirklich globale Bank müsse unter ihrem neuen Chef neben traditionellen Stärken auch "zuverlässige und belastbare Prozesse" im Einklang mit den Regeln aufbauen, mahnte der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). "Hier muss die Bank nachbessern." Dafür seien viele Schritte notwendig.

Cryan, ehemals Finanzvorstand der Schweizer Großbank UBS (2008-2011), wird in der Branche als erfolgreicher Sanierer geschätzt. Bei der UBS entrümpelte er die Bilanz und war mitten in der jüngsten Finanzkrise maßgeblich an einer radikalen Umstrukturierung des Finanzriesen beteiligt. Die Deutsche Bank kennt er seit 2013 von innen, als ihn Aufsichtsratschef Paul Achleitner in das Kontrollgremium holte. Diesen Posten gibt Cryan mit seinem Antritt als Co-Chef auf.

Die seit Juni 2012 amtierende Doppelspitze Jain/Fitschen war immer mehr in die Kritik geraten. Ständig neue Skandale und Milliardenstrafen für Altlasten ramponierten das Image der Bank zunehmend. Bei der Hauptversammlung im Mai straften die Aktionäre das Duo ab. Nun soll Cryan die im April beschlossene neue Strategie umsetzen. Beschlossen ist unter anderem die Trennung von der Tochter Postbank und die Schließung von bis zu 200 eigenen Filialen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro