Chef von Xerox räumt unter Druck von Aktionären seinen Posten

New York (APA/AFP) - Der Chef des US-Drucker- und Kopiergeräteherstellers Xerox räumt wegen der umstrittenen geplanten Fusion mit dem japanischen Fujifilm-Konzern seinen Posten. Jeff Jacobson habe eine entsprechende Vereinbarung mit den beiden Hauptaktionären Carl Icahn und Darwin Deason getroffen, erklärte Xerox am Dienstag.

Beide halten zusammen 15,2 Prozent der Aktien des US-Unternehmens und hatten sich vehement gegen die Übernahme von Xerox ausgesprochen.

Jacobson soll als Konzernchef von John Visentin und als Vorsitzender des Verwaltungsrats von Keith Cozza abgelöst werden, wie Xerox mitteilte. Beide Kandidaten werden von Deason und Icahn unterstützt. Mit Jacobson sollen mehrere weitere Mitglieder des Verwaltungsrats gehen. Fujifilm zeigte sich am Mittwoch "ernsthaft besorgt" angesichts des Weggangs von Jacobson. Die neue Führung müsse sich an die Vereinbarungen zu der Fusion halten, forderte das Unternehmen.

Die geplante Übernahme von Xerox durch Fujifilm war Ende Jänner verkündet worden. Xerox soll im gemeinsamen Joint Venture Fuji Xerox aufgehen, an dem Fujifilm die Mehrheit hält. Die beiden Aktionäre klagten aber gegen die geplante Übernahme und argumentierten, Xerox werde in dem Geschäft unterbewertet. Außerdem habe eine frühere geheime Vereinbarung die Suche nach einem anderen möglichen Käufer verhindert.

Ein US-Richter stoppte die geplante Übernahme am Freitag vorerst. Jacobson sei bei den Verhandlungen von Eigeninteressen geleitet gewesen und habe gegen seine Verpflichtungen für das Unternehmen verstoßen, hieß es zur Begründung. Fujifilm will gegen das Urteil vorgehen.

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