Chef von Credit Suisse tritt zurück - Tidjane Thiam wird Nachfolger

Die Schweizer Großbank Credit Suisse tauscht überraschend ihren Vorstandschef aus: Der US-Amerikaner Brady Dougan nimmt Ende Juni nach acht Jahren an der Spitze seinen Hut. Nachfolger wird der Westafrikaner Tidjane Thiam, bisher noch Chef des weltweit tätigen britischen Versicherungskonzerns Prudential. Das teilte Credit Suisse am Dienstag in Zürich mit.

Credit Suisse kämpft noch immer mit den Folgen der Finanzkrise. Dougan stand immer wieder in der Kritik von Investoren, da er die Bank in deren Augen nur halbherzig auf die neuen Zeiten einstellte.

Sein Nachfolger Tidjane Thiam hat sich als erfolgreicher Prudential-Chef Meriten erworben. Der in der Elfenbeinküste geborene Finanzexperte sei im Rahmen eines sorgfältigen Auswahlprozesses mit internen wie externen Kandidaten zum neuen Chef der Bank gekürt worden, teilte Credit Suisse mit. Der Westafrikaner wuchs in Frankreich auf, wo er auch studierte. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit bei McKinsey in Paris und New York arbeitete er in der Elfenbeinküste für die Regierung, zuletzt als Minister für Planung und Entwicklung, bevor er als Partner wieder zu McKinsey nach Paris zurückkehrte.

Von 2002 bis 2008 war Tidjane Thiam laut Mitteilung von Credit Suisse in leitenden Funktionen für die Versicherungsgesellschaft Aviva tätig. Bei der Prudential-Gruppe war er zuerst Finanzchef, ehe er 2009 die Konzernleitung übernahm. Thiam ist verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Kindern und spricht Englisch, Französisch und Deutsch. Er ist Bürger von Frankreich und der Elfenbeinküste.

Credit-Suisse-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner lobte den scheidenden Dougan laut Mitteilung der Bank. Er habe die Bank in den vergangenen Jahren trotz sehr anspruchsvoller Rahmenbedingungen und erheblichem Gegenwind auf Kurs gehalten und zusammen mit der Geschäftsleitung auch schwierigste Herausforderungen gemeistert,

Der US-Amerikaner hatte die Führung von Credit Suisse im Mai 2007 von dem deutschen Banker Oswald Grübel übernommen. Dougan hatte sich bei der CS-Investmenttochter nach oben gearbeitet. Ab 2004 leitete er das Investmentbanking. Dougan, der an der Universität Chicago Wirtschaftswissenschaften studiert hat, ist verheiratet und Vater eines Sohnes und einer Tochter.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch