Ceconomy-Gesellschafter wollen getrennte Wege gehen

Düsseldorf (APA/dpa) - Die deutsche Elektronikkette Ceconomy (Media Markt, Saturn) und die Familie des verstorbenen Minderheitsaktionärs Erich Kellerhals wollen einen Schlussstrich unter den jahrelangen Streit ziehen und in Zukunft getrennte Wege gehen. "Es wird keine gemeinsame Zukunft geben", sagte Ceonomy-Chef Pieter Haas am Mittwoch auf der Hauptversammlung der Elektronikkette in Düsseldorf.

Darüber seien sich beide Seiten einig. Wie die Trennung genau erfolgen soll, darüber wolle man sich nun zügig verständigen.

Der Hintergrund: Kellerhals hatte sich beim Verkauf seiner Media-Markt-Mehrheit eine Beteiligung und weitgehende Vetorechte beim Nachfolgeunternehmen gesichert. In den vergangenen Jahren sah er sich jedoch durch den Mehrheitseigentümer und die Unternehmensführung an den Rand gedrängt und kämpfte erbittert um sein Lebenswerk. Der Streit beschäftigte auch die Gerichte. Zuletzt wurde ein Mediator eingeschaltet, um zu vermitteln. Zu einer offiziellen Einigung kam es vor dem Tod von Kellerhals jedoch nicht mehr.

Beide Seiten wollen nun jedoch laut Haas den seit Jahren schwelenden Gesellschafterstreit möglichst schnell beilegen. Aus strategischer Sicht stehe dieses Thema "ganz oben auf der Agenda" des Konzerns, sagte Haas. Direkt nach der Hauptversammlung werde man den Gesprächsfaden wieder aufnehmen. Ceconomy habe mit der Kellerhals-Firma Convergenta "Vereinbarungen für einen offenen und konstruktiven Dialog getroffen", sagte Haas. Diesen Dialog werde man vertraulich führen und über Ergebnisse zu gegebener Zeit informieren.

Ankara/Washington/Genf (APA/dpa) - Auf Drängen Ankaras soll sich die Welthandelsorganisation (WTO) mit den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium aus der Türkei befassen. Ein entsprechender Antrag zu einem Streitschlichtungsverfahren sei eingegangen, teilte die WTO am Montag mit. Zunächst haben beide Seiten 60 Tage Zeit, miteinander zu reden. In dem Handelskonflikt fahren Ankara und Washington einen harten Kurs.
 

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Türkei bringt Zollstreit mit den USA vor die WTO

Caracas (APA/dpa) - Mit einer ganzen Reihe von Reformen will die Regierung Venezuelas die schwere Wirtschaftskrise beilegen. Angesichts der Hyperinflation werden fünf Nullen aus der Landeswährung gestrichen. Aus einer Million Bolívar fuerte (starker Bolívar) werden ab Montag 10 Bolívar soberano (souveräner Bolívar). Zudem soll der Bolívar künftig an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt sein.
 

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Venezuela will Wirtschaftskrise mit Reformen beilegen

München/Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Fernbusanbieter Flixbus klagt die Deutsche Bahn wegen der Darstellung seiner Züge im Internet. "Bereits im Juli haben wir Klage eingereicht, weil Flixtrain auf bahn.de nur lückenhaft abgebildet wird", teilte Geschäftsführer André Schwämmlein am Montag auf Anfrage einen Bericht des "Manager Magazin".
 

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Flixtrain klagt Deutsche Bahn wegen Internetübersicht