Causa Seenkauf: Hundstorfer sieht ÖGB unschuldig

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) kann für sich zu 100 Prozent ausschließen, dass er in der Causa Seenkauf finanziell profitiert habe. Auch beim ÖGB kann er sich nicht vorstellen, dass etwas nicht korrekt abgelaufen wäre, so Hundstorfer, der zum Zeitpunkt des Verkaufs von drei Seen durch BAWAG und Gewerkschaft an das Land Kärnten den Gewerkschaftsbund gelenkt hatte.

Die Causa war in den vergangenen Tagen wieder hochgekocht, nachdem die heutige niederösterreichische Landesrätin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger (Team Niederösterreich) gestanden hatte, bei dem Seen-Deal 700.000 Euro bekommen und an das damalige BZÖ weitergeleitet zu haben.

Hundstorfer betonte am Donnerstag bei einem Pressegespräche, dass bei der Transaktion der Gewerkschaftsbund der kleinste Teil gewesen sei, habe dem ÖGB doch nur der Ossiacher See gehört. Die damals schon vom US-Fonds Cerberus gelenkte BAWAG habe Hafnersee und Maltschacher See eingebracht und noch dazu darauf bestanden, dass ihr Buchwert erreicht werde. Der ÖGB habe dagegen beim Buchwert sogar sechs Millionen nachgelassen, weil man ohnehin nicht imstande gewesen wäre, die nötige Renovierung des Feriendorfs am Ossiacher See finanziell zu stemmen.

Mit Kärntens damaligem Landeshauptmann Jörg Haider hatte Hundstorfer übrigens in der Causa eigenen Angaben zu Folge nicht verhandelt.

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