Causa Seenkauf: Hundstorfer sieht ÖGB unschuldig

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) kann für sich zu 100 Prozent ausschließen, dass er in der Causa Seenkauf finanziell profitiert habe. Auch beim ÖGB kann er sich nicht vorstellen, dass etwas nicht korrekt abgelaufen wäre, so Hundstorfer, der zum Zeitpunkt des Verkaufs von drei Seen durch BAWAG und Gewerkschaft an das Land Kärnten den Gewerkschaftsbund gelenkt hatte.

Die Causa war in den vergangenen Tagen wieder hochgekocht, nachdem die heutige niederösterreichische Landesrätin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger (Team Niederösterreich) gestanden hatte, bei dem Seen-Deal 700.000 Euro bekommen und an das damalige BZÖ weitergeleitet zu haben.

Hundstorfer betonte am Donnerstag bei einem Pressegespräche, dass bei der Transaktion der Gewerkschaftsbund der kleinste Teil gewesen sei, habe dem ÖGB doch nur der Ossiacher See gehört. Die damals schon vom US-Fonds Cerberus gelenkte BAWAG habe Hafnersee und Maltschacher See eingebracht und noch dazu darauf bestanden, dass ihr Buchwert erreicht werde. Der ÖGB habe dagegen beim Buchwert sogar sechs Millionen nachgelassen, weil man ohnehin nicht imstande gewesen wäre, die nötige Renovierung des Feriendorfs am Ossiacher See finanziell zu stemmen.

Mit Kärntens damaligem Landeshauptmann Jörg Haider hatte Hundstorfer übrigens in der Causa eigenen Angaben zu Folge nicht verhandelt.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker