Caterer Do&Co erzielte im Halbjahr weniger Umsatz, aber mehr Gewinn

Wien (APA) - Der österreichische Airline-Caterer Do&Co hat im Halbjahr 2018/19 weniger Umsatz, aber deutlich mehr Nettogewinn gemacht. Der Gesamtumsatz ging um 3,7 Prozent auf 433,9 Mio. Euro zurück, was unter anderem auf einen Umsatzeinbruch um 28 Prozent im Bereich "Restaurants, Lounges & Hotel" zurückzuführen ist. Ende März endete die Zusammenarbeit mit den ÖBB im Zugcatering, was Umsätze wegbrechen ließ.

Das Konzernergebnis stieg von 12,42 auf 15,96 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) blieb mit 27,58 Mio. Euro annähernd auf Vorjahresniveau, geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Halbjahresbericht des Unternehmens hervor. Do&Co beschäftigte im Halbjahr durchschnittlich 9.773 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, nach 9.897 im Jahr davor.

Im Airline Catering blieben die Erlöse im Halbjahr mit rund 305 Mio. Euro stabil. Gut sei es in den USA, Österreich, Großbritannien und Polen gelaufen. Der Wertverlust der türkischen Lira gegenüber dem Euro habe allerdings zu einem Umsatzrückgang in der Do&CoKonzern- Gewinn- und Verlustrechnung von 10,6 Prozent geführt, heißt es im Bericht. Rückläufig sei auch die Geschäftsentwicklung in Deutschland gewesen, was vor allem auf die Insolvenz der Niki-Mutter Air Berlin zurückzuführen war.

Im September hat Do&Co den Zuschlag für die Erbringung von Catering- und Handlingleistungen für alle Kurz- und Langstreckenflüge von British Airways ab London Heathrow erhalten. Zudem wurde der Airline-Caterer von Attila Dogudan von Iberia und Iberia Express für Catering- und Handlingleistungen für sämtliche Abflüge aus Madrid Barajas beauftragt. Beide Aufträge beginnen im Frühjahr 2020 und wurden jeweils für die Dauer von zehn Jahren abgeschlossen. Darüber hinaus wurde die Verlängerung der Geschäftsbeziehung mit Turkish Airlines für weitere 15 Jahre vereinbart.

Die Umsätze in der Division International Event Catering sind im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 um 7,2 Prozent auf 70,43 Mio. Euro gestiegen. Im Geschäftsbereich "Restaurants, Lounges & Hotel" brachen die Erlöse um 28 Prozent auf 58,42 Mio. Euro ein - wegen der Beendigung des Zugcaterings für die ÖBB.

Nach dem Abschluss der großen Ausschreibungen will Do&Co wieder großen Fokus auf die Weiterentwicklung des Handels-Geschäfts, insbesondere auf Hédiard und Henry, legen, heißt es im Ausblick.

Do&Co wurde per 24. September erneut in den österreichischen Leitindex ATX aufgenommen. Gegen 9.30 Uhr notierte das Papier um 1,9 Prozent im Plus bei 79,9 Euro.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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