Casinos Austria im Ausland mit 11 Mio. Verlust - Operativ positiv

Der Casinos-Austria-Konzern ist im Jahr 2014 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Auslandstochter CAI schreibt aber weiterhin Verluste, wenngleich der Abgang deutlich reduziert wurde. Nach einem Minus von 53,4 Mio. Euro 2013 stand 2014 ein Konzernverlust von knapp 11 Mio. Euro zu Buche. Ein Grund dafür war ein Vergleich in Griechenland.

Die Casinos Austria und der Mehrheitseigentümer des griechischen Spielkomplexes Loutraki haben jahrelang um eine Put-Option gestritten. Anfang 2015 haben sie das Kriegsbeil begraben: Die Casinos zahlten 30 Mio. Euro an die Griechen, die ursprünglich knapp 50 Mio. Euro gefordert hatten. Davon hatte die Casinos Austria International bereits 2013 24 Mio. Euro rückgestellt, der Rest von 6 Mio. Euro schlug sich in der Verlustrechnung für 2014 Mio. Euro nieder. Belastend wirkten sich im Vorjahr unter anderem auch Finanzierungskosten für Anleihen aus.

Operativ hat die CAI im Vorjahr wieder einen Gewinn eingespielt. Nach mehreren Verlustjahren drehte das betriebliche Ergebnis 2014 vor Restrukturierungsaufwendungen auf +866.000 Euro, 2013 hatte es noch ein Minus von 3,3 Mio. Euro gegeben.

Das Betriebsergebnis war mit -5,7 Mio. (-29,9 Mio.) Euro noch immer rot.

Die Erlöse in den Spielbanken der CAI stiegen von 126,2 Mio. auf 128,8 Mio. Euro. Die Geschäftsbereiche Management und Entertainment/Hotels schrumpften etwas. In Deutschland, dem wichtigsten Auslandsmarkt, setzte die CAI wieder mehr um, und zwar 57,2 Mio. nach 53,8 Mio. Euro. Die Spielbetriebe in Niedersachsen, speziell das Casino Hannover, galten jahrelang als Sorgenkinder, ebenso das CAI-Casino in Brüssel. In letzterem stieg der Umsatz leicht auf 42,5 Mio. (42 Mio.) Euro.

In Australien wurde eine kleinere Einheit in Canberra verkauft, betrieben wird in Down Under noch ein Spieltempel in Cairns. Auch diesen Standort wollten die Österreicher veräußern. Weil die Aufsichtsbehörde aber nicht fristgerecht zugestimmt hat, fand der Verkauf nicht statt, wie das Management im Geschäftsbericht erklärt, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Der Australien-Umsatz der CAI wurde mit 11,4 Mio. (13,9 Mio.) Euro ausgewiesen. In Sopron profitierte die österreichische Gesellschaft vom Automatenverbot außerhalb von Vollcasinos, der Umsatz in Ungarn stieg von 6,5 Mio. auf knapp 9 Mio. Euro. Kanada verlor etwas (6,3 Mio. nach 6,7 Mio. Euro). Der Rechtsstreit um den Lizenzentzug in Argentinien ist nach wie vor anhängig.

Die Zahlen für den teilstaatlichen Gesamtkonzern wurden bereits Anfang April veröffentlicht. 2014 schrieben die Casinos Austria - inklusive Lotterien - einen Gewinn von 41,7 Mio. Euro. Im Jahr war noch ein Verlust von 16,3 Mio. Euro zu Buche gestanden. Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf 3,62 Mrd. Euro, wobei die Internetplattform win2day wegen der starken Online-Konkurrenz erstmals seit vielen Jahren schrumpfte.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht