Casino-Milliardär Wynn tritt nach Missbrauchsvorwürfen endgültig ab

New York (APA/AFP) - Nach Berichten über jahrzehntelange sexuelle Übergriffe ist der US-Milliardär Steve Wynn am Dienstag von der Leitung seines Kasino-Imperiums zurückgetreten. Ende Jänner war der 76-Jährige bereits als Finanzchef der republikanischen Partei von US-Präsident Donald Trump zurückgetreten.

Er könne seine Funktion als Geschäftsführer des Unternehmens in Las Vegas wegen der "Lawine aus negativen Berichten" nicht mehr erfüllen, teilte er am Dienstag mit. Wynn soll laut einem Bericht des "Wall Street Journal" vom Jänner jahrelang Angestellte seines Unternehmens Wynn Resorts sexuell belästigt haben. Die Zeitung berief sich auf Interviews mit Dutzenden Angestellten, die für den Milliardär arbeiteten oder noch arbeiten. Die Frauen hätten sich angesichts von Wynns Macht und aus Angst um ihre gut bezahlten Jobs nicht getraut, sich zu widersetzen.

Der Milliardär hatte die Berichte als "absurd" bezeichnet. Er beschuldigte seine Ex-Frau Elaine, hinter den Vorwürfen zu stehen. Diese seien Teil eines "hässlichen" Rechtsstreits über ihre alten Scheidungsvereinbarungen.

Am Dienstag klagte er in seiner Stellungnahme, ein "Drang zur Verurteilung" habe Vorrang vor den "Fakten" erhalten. Er habe über das Umfeld nachgedacht, dass die Vorwürfe geschaffen hätten. Dabei sei er zu dem Schluss gekommen, dass er seine derzeitigen Funktionen nicht mehr "effizient" ausfüllen könne.

Wynn Resorts beschäftigt weltweit etwa 23.000 Angestellte. Der Vorstand des Unternehmens teilte mit, er habe den Rücktritt Wynns nur "schweren Herzens" akzeptiert. Der 76-Jährige habe Las Vegas zu dem gemacht, was es heute ist.

Wynn gehört zudem zu den Großspendern der Republikaner. Finanzchef des Organisationsgremiums der Partei wurde er kurz nach Trumps Einzug ins Weiße Haus vor einem Jahr. Von dieser Funktion trat er Ende Jänner zurück, als die Missbrauchsvorwürfe publik wurden.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen