Carsharer DriveNow hat in Wien nach 3 Monaten 21.000 Nutzer

Vor drei Monaten ist der deutsche Carsharing-Anbieter DriveNow in Wien gestartet, mittlerweile hat das Gemeinschaftsunternehmen aus BMW und Sixt 21.000 registrierte Nutzer. Sie sind im Schnitt um die 35 Jahre alt und fahren zwei mal pro Monat mit einem der 400 angebotenen Fahrzeuge. Der Frauenanteil liegt bei rund 30 Prozent.

In Österreich sind derzeit keine weiteren Angebote über Wien hinaus geplant, wachsen will DriveNow in anderen europäischen und nordamerikanischen Metropolen. Für ein wirtschaftlich tragfähiges Angebot ist eine ausreichend große potenzielle Kundenzahl und ein gutes öffentliches Netz erforderlich, das Kriterien erfüllt hierzulande nur Wien, so DriveNow-Österreich-Chef Robert Kahr im Gespräch mit der APA. Neben mehreren Standorten in Deutschland und der Präsenz in Wien ist der Carsharing-Anbieter noch in London und San Francisco vertreten. Größter Standort ist Berlin mit 130.000 Kunden.

Künftig will Kahr die Kooperationen mit Einkaufszentren und Unternehmen intensivieren. So zählen in Deutschland schon Konzerne wie Siemens zu den Kunden. In Österreich arbeitet DriveNow mit den Wiener Linien, dem Flughafen Wien und dem Outletcenter Parndorf zusammen. Hier gebe es für die Nutzer Einkaufsgutscheine. Am Flughafen Wien ist ein Parkpaket inkludiert. Der Standort in Wien Schwechat werde besonders gut angenommen. "Neben den Wienerinnen und Wienern selbst nutzen vor allem deutsche Besucher und Geschäftsreisende das Angebot, um unkompliziert in die Stadt oder wieder zum Flughafen zu kommen", so Kahr.

Alle Fahrzeuge sind unter anderem mit Navi, Sitzheizung und Einparkhilfe ausgestattet, bei einem selbstverschuldeten Unfall hat der Fahrer einen Selbstbehalt von 750 Euro. Gegen eine Gebühr kann der Selbstbehalt auch ganz entfallen. Die Preisspanne für die Miete beginnt bei 34 Cent pro Minute für einen Mini oder einen 1er-BMW. Ein 3-Stunden-Paket kostet 32 Euro.

Die Autos werden im Schnitt alle sechs Tage kontrolliert und gereinigt. Nutzer die bei nur mehr viertelvollem Tank zur Tankstelle fahren erhalten eine Zeitgutschrift von 20 Minuten. Nach zehn bis zwölf Monaten werden die Fahrzeuge ausgewechselt und von BMW als junge Gebrauchtwagen angeboten. E-Autos gibt es noch nicht im Angebot, hier mangelt es laut Kahr noch an einer ausreichenden Infrastruktur für Stromtankstellen. In Österreich werden vier konventionelle Fahrzeugtypen angeboten: Mini Cabrio, Mini Countryman, BMW 1er und BMW X1.

In Deutschland sei das Unternehmen knapp drei Jahre nach dem Start bereits profitabel, wann das in Österreich der Fall sein soll wollte Kahr nicht beziffern.

Kritik, wonach CarSharing-Anbieter weniger Parkgebühr in Wien zahlen würden, verweist Kahr ins Reich der Märchen. Vorwürfe der FPÖ, wonach die "Carsharing-Schwemme" zu einer Verknappung des Parkplatzangebotes führe, stimmten schlicht nicht. Denn die Fahrzeuge würden weit öfters bewegt als ein Privat-Pkw.

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