Caner-Betrugsprozess - Richter will Dienstag über Anträge entscheiden

Wien (APA) - Im Strafprozess rund um die Pleite des Level-One-Immobilienkonzerns vor zehn Jahren gegen den früheren Level-One-Chef Cevdet Caner und fünf weitere Angeklagte will der vorsitzende Richter Michael Tolstiuk am Dienstag seine Entscheidung über Anträge der Verteidiger bekanntgeben, die einen sofortigen Freispruch verlangen und den Sachverständigen wegen Befangenheit ablehnen.

Die Verteidiger des gebürtigen St. Pöltners Caner hatten gleich zu Prozessbeginn den sofortigen Freispruch ihres Mandanten gefordert, weil die Staatsanwaltschaft Berlin bereits zwei Ermittlungsverfahren in der Sache nach inhaltlicher Prüfung eingestellt habe. Ein neuerliches Verfahren in der selben Sache sei rechtlich nicht zulässig, argumentierte Caners Anwalt Michael Rohregger heute (Montag).

Seinem Antrag auf Nichteinbeziehung des Sachverständigen Martin Geyer wegen Befangenheit schlossen sich auch die Verteidiger der Mitangeklagten an. Die Anwälte argumentierten, dass Geyer bereits als Ermittlungsorgan für die Polizei und die Staatsanwaltschaft tätig gewesen sei und daher in der Hauptverhandlung nicht ebenfalls als Sachverständiger auftreten könne.

Richter Michael Tolstiuk will nun mit den Schöffen über die Anträge beraten und die Beschlüsse zu den Anträgen am Dienstag bekanntgeben. Die Verhandlung wird am Dienstag um 9 Uhr fortgesetzt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte