Campari verkauft Softdrink-Sparte an Royal Unibrew

Rom/Mailand (APA) - Im Rahmen eines Plans zur Straffung seines Markenportfolios hat der italienische Spirituosenhersteller Campari seine Softdrink-Sparte verkauft. 80 Mio. Euro zahlt der dänische Konzern Royal Unibrew für Marken wie Lemonsoda, Oransoda, Mojito Soda und Crodo, teilte der Mailänder Konzern mit.

Diese Marken haben 2016 zwei Prozent des Campari-Umsatzes, circa 32 Mio. Euro, ausgemacht, ihr Kernmarkt ist Italien. Zuletzt hatte sich das börsennotierte Unternehmen unter der Leitung des Auslandsösterreichers Bob Kunze-Concewitz bereits von mehreren Weinmarken getrennt, darunter Sancerre und Carolans. Auch Immobilien im Wert von 228 Mio. Euro hatte Campari nach der Akquisition des börsennotierten französischen Konkurrenten Marnier Lapostolle im vergangenen Jahr abgestoßen.

Bis Ende 2017 rechnet Campari mit einem kräftigen Ergebnisplus. Im ersten Halbjahr 2017 kletterte der Umsatz um 13,5 Prozent auf 844,7 Mio. Euro. Der Vorsteuergewinn (EBITDA) stieg gegenüber dem Vergleichshalbjahr 2016 um 11,5 Prozent auf 191,7 Mio. Euro. Der Nettogewinn legte um 21,1 Prozent auf 93,5 Mio. Euro zu.

Der 1860 gegründete Campari-Konzern ist als Nummer sechs der Welt positioniert und punktet mit seinem breit diversifizierten Portfolio. Mittlerweile ist der Konzern mit mehr als 50 verschiedenen Marken auf 190 Märkten vertreten. Zum Portfolio des Unternehmens zählen Marken wie Aperol, Skyy und Wild Turkey. Campari will mit organischem Wachstum und mit Akquisitionen weiter expandieren.

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

Newsticker

Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

Newsticker

Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

Newsticker

EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen