C&A-Schließung in OÖ: 2,4-Millionen-Euro-Sozialplan für Betroffene

Enns (APA) - Im Fall der für 2019 angekündigten Schließung des Logistik- und Distributionszentrums des Modekonzerns C&A in Enns haben sich Geschäftsleitung und Gewerkschaft am Montag auf ein Paket von bis zu 2,4 Mio. Euro für die Beschäftigten geeinigt. Der Sozialplan wurde den 180 Mitarbeitern am Montag präsentiert, wie die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp) in einer Presseaussendung mitteilte.

In dem nach mehreren Verhandlungsrunden erzielten Plan werden die sozialen Nachteile für jeden Einzelnen nach einem Punktesystem bewertet, Parameter sind etwa Lebensalter, unterhaltspflichtige Kinder, alleinerziehend, beide Partner sind im Unternehmen beschäftigt. C&A Österreich möchte möglichst viele Mitarbeiter bis zur Standortschließung 2019 im Unternehmen halten. Darum biete die Lösung auch zahlreiche Anreize, noch zwei Jahre zu bleiben. Auch eine Arbeitsstiftung für die Zeit nach der Kündigung wurde erarbeitet.

Die Verhandlungspartner betonten das konstruktive, von Respekt getragene Gesprächsklima und waren mit dem Ergebnis zufrieden. Der Geschäftsführer der GPA-djp Oberösterreich, Andreas Stangl, dankte auch den Verhandlern auf Arbeitnehmerseite, vor allem den Betriebsräten, die ja auch selbst betroffen seien. C&A-Österreich-Personalchef Manfred Monsberger sagte, es sei dem Unternehmen sehr wichtig, die Standortschließung für die Beschäftigten sozial verträglich zu gestalten.

Wien/Linz (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere hat der Zweitangeklagte Walter Meischberger heute den ganzen Tag lang die genauen Fragen der Richterin zu den Liechtenstein-Konten beantworten müssen. Dabei kam der frühere FPÖ-Spitzenpolitiker und Grasser-Trauzeuge einige Male ins Rätseln - obwohl er ja angibt, alle drei Konten seien in Wahrheit ihm zuzurechnen.
 

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Grasser-Prozess - Meischberger rätselt über Liechtenstein-Konten

Sonja Sarközi wird Chefin der russischen Sberbank Europe in Wien

Wirtschaft

Sonja Sarközi wird Chefin der russischen Sberbank Europe in Wien

Dublin/Frankfurt (APA/dpa) - Die deutsche Bundesregierung soll nach Auffassung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mehr für den Luftverkehr und die dort beschäftigten Arbeitnehmer tun. Es gelte unter anderem, atypische Beschäftigungsmodelle auf europäischer Ebene zu unterbinden, erklärte VC-Präsident Ilja Schulz am Mittwoch beim Deutschen Verkehrspilotentag in Frankfurt.
 

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Pilotengewerkschaft Cockpit kritisiert Leihpilotensystem bei Ryanair