BWB durchsuchte 2017 weniger Firmen - Neuer Fusionsrekord

Wien (APA) - Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde hat 2017 weniger Razzien bei Unternehmen durchgeführt als in den Jahren davor. Bei Firmenzusammenschlüssen gab es im vorigen Jahr indes einen neuen Höchststand. Der Tätigkeitsbericht der Kartellbehörde wurde am Freitag im Wirtschaftsausschuss des Parlaments behandelt.

Während in den Jahren 2015 und 2016 wegen Preisabsprachen und sonstigem abgestimmten Verhalten elf- bzw. zwölfmal zu Hausdurchsuchungen bei Unternehmen ausgerückt wurde, fanden 2017 sieben Hausdurchsuchungen statt, vor allem in der Baubranche und im Elektronikhandel.

In der Trockenbau-Branche, beim Handel mit Einweghandschuhen durch ein Joint Venture eines österreichischen Unternehmens mit einem thailändischen Partner und gegen vier Online-Händler wiederum führten Ermittlungen und Anträge der BWB zu Entscheidungen des Kartellgerichts.

Insgesamt hat das Kartellgericht im vergangenen Jahr rund 1,35 Mio. Euro an Geldbußen verhängt.

Mit 439 geprüften nationalen Zusammenschlüssen wurde nach Angaben der Behörde der Vorjahresrekord (420) übertroffen. Darüber hinaus bearbeitete die BWB auch 448 EU-Zusammenschlüsse.

Geprüft wurde u.a. der Erwerb der Bergbahnen Flachau GesmbH durch die Bergbahnen Aktiengesellschaft Wagrain oder die Übernahme der ATV Privat TV GmbH durch die ProSieben-Gruppe.

Für großes öffentliches Interesse sorgte in den ersten Wochen des Jahres 2018 vor allem auch der Zusammenschluss von Laudamotion und Niki, der am 23. Februar 2018 durch die BWB freigegeben wurde.

Anfang vorigen Jahres hatte die Untersuchung zu Bankomatgebühren für Aufsehen gesorgt. Die Behörde kam dabei zu dem Schluss, dass ein Verbot von Bankomatgebühren nicht zielführend sei, zumal die Banken zahlreiche Ausweichmöglichkeiten hätten, um die Kosten einzuheben. Auch sei die Anzahl von Bankomaten von Drittanbietern wie First Data oder Euronet in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Ein Verbot von Bankomatgebühren könnte dazu führen, dass diese Drittanbieter aus dem Markt ausscheiden und die Zahl der Bankomaten dadurch zurückgeht, argumentierten die Wettbewerbshüter.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte