BWB einigte sich mit Booking.com - Hoteliers erzürnt

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat die Untersuchungen gegen die Internet-Buchungsportale Booking.com und Expedia eingestellt. Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) hatte Beschwerde gegen die Bestpreisklausel der Portale eingelegt. Die BWB traf mit den Plattformen eine Vereinbarung, wonach die Portale auf viele umstrittene Klauseln verzichten. Eine Einigung mit HRS steht noch aus.

Den Hoteliers ist die mündliche Zusage zu wenig. Die ÖHV fordert ein schriftliches, transparentes Agreement. "Fakt ist, dass Hoteliers ihre Zimmerpreise noch immer nicht frei gestalten können - das geht nicht", kritisierte ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer am Dienstag in einer Aussendung. Die ÖHV prüfe weitere rechtliche Schritte.

Dorn im Auge ist den Hoteliers die sogenannte "Bestpreisklausel", wonach Booking.com als Vertriebspartner immer den günstigsten Zimmerpreis anbieten dürfe. Den Hotelbetreibern ist es weiterhin untersagt, die Plattformen mit niedrigeren Angeboten auf den eigenen Hotelwebsites zu unterbieten. Laut BWB laufen nur 13 Prozent der Buchungen direkt über die Websites der Hotels, berichtete das "WirtschaftsBlatt" am Dienstag. 40 Prozent der Nächtigungen werden über Plattformen wie Booking.com oder Expedia gebucht.

Nun wurde laut Zeitung folgendes vereinbart: Hoteliers ist es erlaubt, dass sie auf verschiedenen Plattformen im Netz verschiedene Preise anbieten. Das war früher verboten. Auch dürfen sie Kunden direkt etwa via Telefon, E-Mail oder Fax individuell Zimmer offerieren, die günstiger sein dürfen als auf den Plattformen.

London/Berlin/Schwechat (APA/dpa) - Die EU-Wettbewerbshüter haben für die Übernahme von Teilen der insolventen Fluglinie Air Berlin durch Easyjet grünes Licht gegeben. Der Zusammenschluss werde ohne Auflagen genehmigt, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Bei der Übernahme der bisherigen Air Berlin-Tochter Niki wiederum sieht der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus nur noch die Lufthansa im Rennen.
 

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Easyjet darf Air Berlin-Teile übernehmen - Warnung vor Niki-Insolvenz

Rom (APA) - Die Explosion in der Gasstation im niederösterreichischen Baumgarten könnte die Gaspreise in die Höhe treiben. Die Gaspreise seien steigend, dieser Trend könnte sich wegen des Unfalls in Baumgarten festigen, betonte der Chef des italienischen Energiekonzerns Eni, Claudio Descalzi.
 

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Explosion in Gasstation - ENI-Chef rechnet mit Gas-Preiserhöhungen

Innsbruck (APA) - Eine nicht alltägliche Allianz aus ÖVP, Grünen und FPÖ wird im Dezemberlandtag gemeinsam einen Dringlichkeitsantrag einbringen, womit der Ausstieg aus der Glyphosatnutzung in Tirol eingeleitet werden soll. Unter anderem heißt es darin, dass die Landesregierung prüfen soll, ob es landesrechtliche Möglichkeiten gibt, einen vollständigen Ausstieg aus der Anwendung in Tirol zu ermöglichen.
 

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Glyphosat - ÖVP, Grüne und FPÖ bringen Ausstieg in Tiroler Landtag