Burgenland adaptierte Richtlinien zur Wirtschaftsförderung

Eisenstadt - Im Burgenland stehen in der EU-Finanzperiode bis 2020 rund 750 Mio. Euro Fördermittel durch EU, Bund und Land zur Verfügung. Aufgrund von Neuerungen im EU-Beihilferecht wurden auch die Richtlinien für die Wirtschaftsförderung adaptiert. Pro Jahr stehen aus Landesmitteln vier Mio. Euro für Wirtschaftsförderung bereit, so Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP) am Dienstag in Eisenstadt.

Die Richtlinien für Investitionsbeihilfen in Gewerbe und Industrie sowie bezüglich der Beihilfen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben waren ursprünglich bis 2014 befristet. Sie wurden per Beschluss der Landesregierung bis zum Ende der Förderperiode 2020 verlängert, erläuterte Steindl.

Zu den Neuerungen zähle unter anderem, dass die Antragstellung vor Projektbeginn erfolgen müsse. Zudem müssen Förderwerber dies angeben, wenn sie auch Bundessubventionen erhalten. Im Bereich der Investitionsbeihilfe stünden aus dem EFRE-Programm zwölf Mio. Euro bereit, berichtete der Wirtschaftsreferent. Bei den Beihilfen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben seien rund vier Mio. Euro aus dem Additionalitätsprogramm vorgesehen.

Beide Förderaktionen werden über die Wirtschaftsservice Burgenland AG (WiBAG) abgewickelt. Der Fördersatz betrage grundsätzlich bis zu 20 Prozent. Eine Anhebung auf bis zu 50 Prozent, etwa bei industrieller Forschung, sei möglich, erklärte der Landeshauptmannstellvertreter. Weitere Richtlinien, die unter anderem die Förderung innovativer Projekte sowie den Bereich Aus- und Weiterbildung beträfen, seien in Vorbereitung.

Wenn die Unterlagen bei der Beantragung einer Förderung vollständig seien, könne man davon ausgehen, dass es innerhalb von rund zwei Monaten eine Bewilligung gibt, so der Landeshauptmannstellvertreter. Die Auszahlung sei vom Projektfortschritt abhängig, auch Teilabrechnungen seien möglich, erläuterte WiBAG-Prokuristin Sigrid Hajek.

Von den rund 750 Mio. Euro an Förderungen, die im Burgenland bis 2020 zur Verfügung stehen, kommen 383 Mio. von der EU. Den Rest bringen Bund und Land auf. Mit den Fördertöpfen sei man bis 2020 "bestens aufgestellt", sagte Steindl.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro