Burgenland erhält 750 Fördermillionen

Eisenstadt (APA) - Mit dem am Dienstag von der Bundesregierung beschlossenen Additionalitätsprogramm im Ausmaß von 100 Mio. Euro ist der Rahmen der Förderungen für das Burgenland im Zeitraum bis 2020 endgültig abgesteckt: In allen Programmen stehen insgesamt rund 750 Mio. Euro (exakt 749,8 Mio., Anm.) zur Verfügung, erklärte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) am Mittwoch vor Journalisten in Eisenstadt.

Von der EU fließen rund 383 Mio., Bund und Land stellen zur Kofinanzierung gemeinsam etwa 366 Mio. Euro bereit. Einzelne Töpfe gibt es für den ländlichen Raum, den Sozialbereich und zur Förderung von Klein- und Mittelbetrieben.

Ein "wesentlicher Teil" der Gelder solle für Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit und die Schaffung überbetrieblicher Ausbildungsmöglichkeiten verwendet werden, erläuterte der Landeshauptmann. Bis zum Jahr 2020 wolle man im Burgenland Vollbeschäftigung schaffen.

Weiters wolle man Betriebe unterstützen, die Arbeitsplätze schaffen und absichern. Weitere Schwerpunkte betreffen Forschung und Innovation sowie die "Internationalisierung" des Burgenlandes. Gegenwärtig exportierten Betriebe Waren im Ausmaß von zwei Mrd. Euro: "Da gibt es ein großes Potenzial nach oben."

Von den 100 Mio. Euro für das Additionalitätsprogramm kommen 32 Mio. aus dem Sozialministerium und 16 aus dem Landwirtschaftsministerium. Vom Verkehrsministerium fließen 37 Mio., 15 stellt das Wirtschaftsressort zur Verfügung, so Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ).

7,3 Prozent aller EU-Fördermittel, die Österreich erhalte, gingen ins Burgenland, berichtete Ostermayer. Damit sei der Förderanteil mehr als doppelt so hoch wie der Anteil des Burgenlandes an der Gesamtbevölkerung Österreichs, der 3,4 Prozent ausmache. Um den Aufholprozess weiter zu unterstützen, habe man es für sinnvoll und notwendig gefunden, das Additionalitätsprogramm weiterzuführen, sagte der Kanzleramtsminister.

Mit dem Beschluss des Programms sei festgelegt, dass alle Ressorts in ihrem Bereich die Mittel bereitstellen müssen. "Nur, wenn Projekte kommen, kann das Geld zur Verfügung gestellt werden", so Ostermayer. Aus Erfahrung sei jedoch anzunehmen, dass ausreichend viele Projekte eingereicht würden.

2007 bis 2013 standen dem Burgenland Förderungen im Gesamtausmaß von 911 Mio. Euro zur Verfügung. Hätte man in der laufenden EU-Finanzperiode nicht den Status als Übergangsregion erhalten, dann wären die Fördermittel noch "um einige Hundert Mio. Euro" weniger geworden, so Niessl.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne