Bundesländer fielen 2014 bei Wertschöpfung hinter EU-Schnitt zurück

Wien - Österreichs Wirtschaft kam 2014 nicht so richtig vom Fleck. Mit Ausnahme von Vorarlberg (+1,4 Prozent) fiel die Entwicklung der Bruttowertschöpfung in allen Bundesländern hinter den EU-Schnitt (+1,4 Prozent) zurück. Wien (-0,2 Prozent) und Niederösterreich (-0,1 Prozent) verzeichneten Rückgänge, in den übrigen Bundesländern wuchs die Wertschöpfung nur gering, gab das Wifo am Montag bekannt.

Bei einem insgesamt schwachen Wachstum lässt sich für 2014 ein Ost-West-Gefälle feststellen. Während die Wertschöpfung im Osten stagnierte, nahm sie im Westen und Süden etwas zu. Dieser Unterschied ergab sich einerseits aus dem Rückgang der Sachgütererzeugung in Ostösterreich (-1,5 Prozent), andererseits drückten die Produktionseinbußen in der Informations- und Telekommunikationsbranche das Ergebnis im Osten aufgrund des hohen Gewichtes der Branche um 0,41 Prozentpunkte, erläutert das Wifo in einer Aussendung. Als einziges Bundesland der Ostregion verzeichnete das Burgenland (+0,8 Prozent) einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung.

Unter den südlichen Bundesländern war der Zuwachs der Bruttowertschöpfung in der Steiermark (+0,6 Prozent) höher als in Kärnten (+0,1 Prozent). Kärnten litt unter einer rückläufigen Nächtigungsentwicklung (-3,3 Prozent).

Vorarlberg profitierte im vergangenen Jahr von einer überdurchschnittlichen Dynamik in der Sachgütererzeugung (+2,5 Prozent). In den anderen westlichen Bundesländern kamen positive Wachstumsimpulse vor allem aus den Bereichen öffentliche Verwaltung und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen. Tirol verzeichnete ein Wachstum von 0,5 Prozent, Salzburg von 0,3 Prozent.

Der heimischen Wirtschaft fehlten im Vorjahr vor allem nennenswerte Impulse des Außenhandels. Die Warenexporte in die EU-15 entwickelten sich mäßig. Der Konsum der privaten Haushalte stieg zwar leicht um 0,2 Prozent, übernahm damit aber nicht die Rolle des "Konjunkturmotors", so das Wifo. Als positives Signal sieht das Wirtschaftsforschungsinstitut die Entwicklung der Bruttoinvestitionen, die sich nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2013 (-4,4 Prozent) im Vorjahr nicht weiter verringerten, sondern leicht um 0,1 Prozent stiegen.

Entsprechend der wirtschaftlichen Schwäche entwickelte sich auch der Arbeitsmarkt: Die Ausweitung der Beschäftigung blieb erneut hinter dem Anstieg des Arbeitskräfteangebotes zurück, sodass die Arbeitslosigkeit in allen Bundesländern stieg. Die Ballungsräume waren vom Anstieg der Arbeitslosigkeit stärker betroffen als die ländlichen Gebiete.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia