Bundesbank verteidigt EZB - "Keine Bevorzugung bei Anleihekäufen"

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Deutsche Bundesbank hat die Europäische Zentralbank (EZB) gegen Kritik verteidigt, sie begünstige bei ihren billionenschweren Anleihenkäufen einzelne Länder. "Es gibt keinerlei systematische oder gar politische Bevorzugung von einzelnen Ländern oder Gruppen von Ländern", sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe).

Weder das Regelwerk über die Ankäufe noch die Entscheidungsverfahren würden dafür Ermessensspielräume lassen. "Darauf achten wir als Bundesbank sehr genau." Wuermeling ist bei der deutschen Notenbank für das wichtige Ressort Märkte zuständig.

Die Bundesbank stand den Staatsanleihen-Käufen von Anfang an der EZB kritisch gegenüber. Zuletzt kam es bei den auf inzwischen 2,55 Billionen Euro angelegten Transaktionen immer wieder zu Abweichungen vom Grundgerüst, dem sogenannten Kapitalschlüssel. Dieser sorgt dafür, dass mehr Titel von Staaten gekauft werden, die der EZB mehr Eigenkapital zur Verfügung stellen. Der Anteil der auf ein Land entfallenden Käufe ist auch ein Spiegel der jeweiligen Wirtschaftskraft. EZB-Präsident Mario Draghi hatte unlängst zeitweilige Abweichungen vom Grundgerüst mit der eingebauten Flexibilität des Programms begründet. Auch er hatte Vorwürfe zurückgewiesen, bei den Käufen würden einzelne Länder gegenüber anderen bevorzugt.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

Newsticker

Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

Newsticker

Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

Newsticker

IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen