Bundesbank verteidigt EZB - "Keine Bevorzugung bei Anleihekäufen"

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Deutsche Bundesbank hat die Europäische Zentralbank (EZB) gegen Kritik verteidigt, sie begünstige bei ihren billionenschweren Anleihenkäufen einzelne Länder. "Es gibt keinerlei systematische oder gar politische Bevorzugung von einzelnen Ländern oder Gruppen von Ländern", sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe).

Weder das Regelwerk über die Ankäufe noch die Entscheidungsverfahren würden dafür Ermessensspielräume lassen. "Darauf achten wir als Bundesbank sehr genau." Wuermeling ist bei der deutschen Notenbank für das wichtige Ressort Märkte zuständig.

Die Bundesbank stand den Staatsanleihen-Käufen von Anfang an der EZB kritisch gegenüber. Zuletzt kam es bei den auf inzwischen 2,55 Billionen Euro angelegten Transaktionen immer wieder zu Abweichungen vom Grundgerüst, dem sogenannten Kapitalschlüssel. Dieser sorgt dafür, dass mehr Titel von Staaten gekauft werden, die der EZB mehr Eigenkapital zur Verfügung stellen. Der Anteil der auf ein Land entfallenden Käufe ist auch ein Spiegel der jeweiligen Wirtschaftskraft. EZB-Präsident Mario Draghi hatte unlängst zeitweilige Abweichungen vom Grundgerüst mit der eingebauten Flexibilität des Programms begründet. Auch er hatte Vorwürfe zurückgewiesen, bei den Käufen würden einzelne Länder gegenüber anderen bevorzugt.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder