Bundesbank verteidigt EZB - "Keine Bevorzugung bei Anleihekäufen"

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Deutsche Bundesbank hat die Europäische Zentralbank (EZB) gegen Kritik verteidigt, sie begünstige bei ihren billionenschweren Anleihenkäufen einzelne Länder. "Es gibt keinerlei systematische oder gar politische Bevorzugung von einzelnen Ländern oder Gruppen von Ländern", sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe).

Weder das Regelwerk über die Ankäufe noch die Entscheidungsverfahren würden dafür Ermessensspielräume lassen. "Darauf achten wir als Bundesbank sehr genau." Wuermeling ist bei der deutschen Notenbank für das wichtige Ressort Märkte zuständig.

Die Bundesbank stand den Staatsanleihen-Käufen von Anfang an der EZB kritisch gegenüber. Zuletzt kam es bei den auf inzwischen 2,55 Billionen Euro angelegten Transaktionen immer wieder zu Abweichungen vom Grundgerüst, dem sogenannten Kapitalschlüssel. Dieser sorgt dafür, dass mehr Titel von Staaten gekauft werden, die der EZB mehr Eigenkapital zur Verfügung stellen. Der Anteil der auf ein Land entfallenden Käufe ist auch ein Spiegel der jeweiligen Wirtschaftskraft. EZB-Präsident Mario Draghi hatte unlängst zeitweilige Abweichungen vom Grundgerüst mit der eingebauten Flexibilität des Programms begründet. Auch er hatte Vorwürfe zurückgewiesen, bei den Käufen würden einzelne Länder gegenüber anderen bevorzugt.

Ingolstadt (APA/dpa/AFP) - Im Zuge der Abgasaffäre startet Autobauer Audi ab Mittwoch den ersten von insgesamt acht Rückrufen für Modelle mit V-TDI-Motoren in Deutschland. Das teilte die VW-Tochter am Montag in Ingolstadt mit. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe die dafür nötige Freigabe erteilt.
 

Newsticker

Audi startet Rückruf von Diesel-Autos in Deutschland

Hamburg/Wolfsburg (APA/Reuters) - Volkswagen will beim Umstieg auf die Elektromobilität seine herausgehobene Position in der Autoindustrie behalten. "Wir werden günstiger sein als Tesla und wir haben dann die großen Skaleneffekte", sagte Konzernchef Herbert Diess der Branchenzeitung "Automotive News". Die Plattform sei "bereits für 50 Millionen Elektroautos gebucht, und wir haben Batterien für 50 Millionen Elektroautos beschafft".
 

Newsticker

Volkswagen-Chef spricht von 50 Millionen Elektroautos

Wirtschaft

Wiener Kino-Gruppe Cineplexx expandiert am Balkan