Bundesbank erwartet Fortsetzung des kräftigen Aufschwungs

Frankfurt (APA/dpa) - Die Deutsche Bundesbank traut der deutschen Wirtschaft ein starkes drittes Quartal zu. Die Konjunktur befinde sich weiter in einem kräftigen Aufschwung und "könnte im dritten Vierteljahr 2017 das hohe Expansionstempo des ersten Halbjahres gehalten haben", erklärte die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht.

Wachstumstreiber dürfte die Industrie sein, die von der starken Nachfrage nach "Made in Germany" aus dem Ausland profitiere.

"Die Auftragslage der Industriebetriebe ist ausgezeichnet", erklärte die Notenbank. Zwar hatte sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe zuletzt etwas eingetrübt. Sie liegt dem Münchner Ifo-Institut zufolge aber immer noch auf hohem Niveau. Wenige Impulse erwarten die Bundesbank-Experten dagegen vom Bau. Nach dem starken ersten Halbjahr dürfte die Bauwirtschaft vorerst nicht mehr zur gesamtwirtschaftlichen Expansion beitragen.

Auch der private Konsum könnte nach Einschätzung der Bundesbank etwas an Tempo verlieren. Die Einzelhandelsumsätze seien zuletzt recht schwunglos gewesen. Einen nachhaltigen Stimmungsknick erwarten die Experten jedoch nicht angesichts der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Im zweiten Quartal hatte das BIP im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent zugelegt. Angetrieben wurde das Wachstum von der Konsumlust der Verbraucher, staatlichen Ausgaben und steigenden Unternehmensinvestitionen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker