Bundesbank-Chef sieht Deutschlands Wirtschaft weiter wachsen

Washington - Der Deutsche Bundesbank-Präsident Jens Weidmann rechnet mit einem anhaltenden Wachstum in Deutschland. "Wir gehen davon aus, dass sich der gegenwärtige Aufschwung auch im Verlauf des Jahres fortsetzen wird", sagte Weidmann am Freitag am Rande der IWF-Frühjahrstagung in Washington.

Die Prognose der Wirtschaftsforschungsinstitute von 2,1 Prozent Wachstum in diesem Jahr liege allerdings "am oberen Rand" des Spektrums. Volkswirte ziehen als Gründe für die positive Entwicklung vor allem den vergleichsweise schwachen Euro-Kurs und den niedrigen Ölpreis heran.

Kritik der Partner an Europa wegen des aktuellen Devisenkurses habe es nicht gegeben, sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble. Der niedrige Euro-Kurs ist vor allem die Folge der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, um die Kreditvergabe in den Südländern zu befeuern. Davon profitiert das exportstarke Deutschland, das seine Waren günstiger in Ländern außerhalb der Währungsunion absetzen kann. Schäuble und Weidmann nannten es abwegig, den dadurch weiter steigenden deutschen Exportüberschuss mit gezielten staatlichen Maßnahmen zu reduzieren.

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

Newsticker

Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

Newsticker

Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma

Die Telekomaufsicht weicht Regelwerk das unter Barack Obama erst beschlossen wurde. Der Rechtsstreit ist damit programmiert, es wird mit Klagen von vielen Interenetkonzernen gerechnet.
 

Newsticker

US-Behörde kippt Netzneutralität - Rückschlag für Google & Co