Bundesbank-Chef warnt mit Blick auf Weltkonjunktur vor Schwarzmalerei

Trotz der wirtschaftlichen Abkühlung in China sieht Bundesbank-Chef Jens Weidmann keinen Grund für Konjunkturpessimismus. "Ich würde die Aussichten für die Weltwirtschaft nicht zu schwarz malen, sagte er der "Welt" laut Vorabbericht vom Donnerstag. Die Verlangsamung der wirtschaftlichen Dynamik im Reich der Mitte sei auch Ausdruck einer Normalisierung.

Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet wegen der unerwartet starken Konjunkturabkühlung in den Schwellenländern allerdings mit einer gedämpften Erholung im Euroraum. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet 2015 ein langsameres Wachstum der Weltwirtschaft und revidierte seine Prognose zuletzt nach unten.

Erneut sprach sich Weidmann gegen eine Ausweitung der EZB-Geldspritzen aus: "Mit Blick auf Europa sehe ich nicht, dass eine noch expansivere Geldpolitik die Wachstumskräfte dauerhaft stärken würde." Die EZB und die nationalen Notenbanken haben im März mit dem Kauf von Staatsanleihen in großem Stil begonnen. Das Wertpapierprogramm soll bis Herbst 2016 laufen und ist mehr als eine Billion Euro schwer. Viele Händler rechnen aber damit, dass die Währungshüter das Programm binnen sechs Monaten ausweiten werden. Denn die Preise im Euroraum waren im September zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozent gesunken. Die Europäische Zentralbank (EZB) verfehlt damit ihr Ziel einer Inflation von knapp zwei Prozent, die für die Konjunktur als ideal gilt.

Wien (APA) - Eine aktuelle Umfrage sieht eine deutliche Mehrheit gegen den von der Regierung geplanten Zwölf-Stunden-Arbeitstag. Laut einer vom Meinungsforscher Peter Hajek für ATV durchgeführten Umfrage, sprechen sich 59 Prozent gegen die Regierungspläne aus. Auch ÖVP- und FPÖ-Wähler unterstützen die Pläne nur zu 50 bzw. 49 Prozent. 54 Prozent attestieren der Regierung Klientelpolitik für Unternehmer, Beamte und Bauern.
 

Newsticker

Arbeitszeit: Umfrage sieht deutliche Mehrheit gegen Zwölf-Stunden-Tag

Tokio (APA/AFP) - Angesichts einer alternden Bevölkerung und zunehmenden Fachkräftemangels hat die japanische Regierung eine Lockerung der Einreisebestimmungen angekündigt. "Der Fachkräftemangel ist dringlicher geworden", sagte Kabinettssekretär Yoshihide Suga am Freitag vor Journalisten.
 

Newsticker

Japan will Einreisebestimmungen lockern und mehr Fachkräfte holen

Moskau (APA/dpa) - Die Fußball-WM wird Russland nach Einschätzung seiner Nationalbank nur ein geringes Wirtschaftswachstum bringen. Aufs Jahr gerechnet sei ein Plus von 0,1 bis 0,2 Prozentpunkten zu erwarten, sagte Zentralbankchefin Elvira Nabiullina am Freitag in Moskau. "Dafür wird sich die Weltmeisterschaft positiv auf die Erwartung und Stimmung der Russen wie der Gäste auswirken", sagte sie laut Agentur Tass.
 

Newsticker

Russische Nationalbank erwartet kaum Wirtschaftswachstum durch WM