Bundesbank-Chef warnt mit Blick auf Weltkonjunktur vor Schwarzmalerei

Trotz der wirtschaftlichen Abkühlung in China sieht Bundesbank-Chef Jens Weidmann keinen Grund für Konjunkturpessimismus. "Ich würde die Aussichten für die Weltwirtschaft nicht zu schwarz malen, sagte er der "Welt" laut Vorabbericht vom Donnerstag. Die Verlangsamung der wirtschaftlichen Dynamik im Reich der Mitte sei auch Ausdruck einer Normalisierung.

Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet wegen der unerwartet starken Konjunkturabkühlung in den Schwellenländern allerdings mit einer gedämpften Erholung im Euroraum. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet 2015 ein langsameres Wachstum der Weltwirtschaft und revidierte seine Prognose zuletzt nach unten.

Erneut sprach sich Weidmann gegen eine Ausweitung der EZB-Geldspritzen aus: "Mit Blick auf Europa sehe ich nicht, dass eine noch expansivere Geldpolitik die Wachstumskräfte dauerhaft stärken würde." Die EZB und die nationalen Notenbanken haben im März mit dem Kauf von Staatsanleihen in großem Stil begonnen. Das Wertpapierprogramm soll bis Herbst 2016 laufen und ist mehr als eine Billion Euro schwer. Viele Händler rechnen aber damit, dass die Währungshüter das Programm binnen sechs Monaten ausweiten werden. Denn die Preise im Euroraum waren im September zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozent gesunken. Die Europäische Zentralbank (EZB) verfehlt damit ihr Ziel einer Inflation von knapp zwei Prozent, die für die Konjunktur als ideal gilt.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London