Bund und Steiermark investieren 110 Mio. Euro-Paket in Nahverkehr

Graz/Wien (APA) - Der Bund und das Land Steiermark investieren in den kommenden Jahren 110 Mio. Euro in den Ausbau des Nahverkehrs, u.a. in die Neugestaltung von Bahnhöfen, Haltestellen-Bau, Park & Ride-Plätzen sowie Über- und Unterführungen. Das Abkommen wurde von Minister Jörg Leichtfried, Landesrat Anton Lang (beide SPÖ) und ÖBB-Infrastruktur-Vorständin Silvia Angelo am Hauptbahnhof Graz unterzeichnet.

Leichtfried sagte, er habe zwei ganz einfache Ziele, nämlich den öffentliche Verkehr umweltfreundlicher und sicherer zu gestalten. "Der schienengebundene, elektrifizierte öffentliche Verkehr kann in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln fast alle Mobilitätsprobleme lösen", sagte der Infrastrukturminister. Ein gutes Beispiel dafür sei die Weststrecke. "Jetzt ist der Süden dran", so der Minister. Bei dem am Donnerstag unterzeichneten Schriftstück handelt es sich um den Rahmenvertrag, die Einzelverträge sollen bis Frühjahr 2018 abgeschlossen werden. An vielen Bahnhöfen werden die Park & Ride-Plätze verbessert, gesamt kommen rund 480 Auto- und rund 430 Zweiradstellplätze dazu.

Der steirische Verkehrslandesrat Lang sagte, er habe schon vor einem Jahr prophezeit, dass "die Achse Leichtfried-Lang ein großer Vorteil für die Steiermark sein wird. Wir haben intensiv verhandelt, nun können wir das mit Zahlen unterlegen". An allen Vorhaben beteiligen sich auch die jeweiligen Gemeinden.

ÖBB-Infrastrukturvorständin Angelo zufolge sind die größten Vorhaben der Umbau des Bahnhofs Wartberg im Mürztal (44,5 Mio. Euro) und von Kapfenberg (19,5 Mio.), die beide an der Südbahn liegen. Dabei geht es um neue Gleisanlagen und unterirdische Zugänge mit Liften zu den neuen Bahnsteigen. In Kapfenberg wird das bestehende Gebäude abgetragen und neu errichtet. Beide neuen Anlagen sollen barrierefrei und mit einem Blindenleitsystem versehen sein. In Wartberg werden eine Ober- und eine Unterführung als Ersatz für eine Eisenbahn-Straßenkreuzung errichtet. Baubeginn in Kapfenberg ist 2018, in Wartberg 2020, so Angelo. Die Modernisierung der Haltestelle Allerheiligen-Mürzhofen kostet 1,7 Mio. Euro.

Im oststeirischen Fehring und in Raaba südöstlich von Graz wird der Bau 2018 bzw. 2020 beginnen. Investiert werden 8,3 bzw. 18,9 Mio. Euro. In Fehring werden neue barrierefreie Bahnsteige, ein Blindenleitsystem, Aufzüge und Wartekojen gebaut, sagte Angelo. In Raaba werden im Zuge des Umbaus drei Eisenbahnkreuzungen durch Unterführungen ersetzt. Dies setze den bisherigen langen Wartezeiten für den Straßenverkehr ein Ende, so Leichtfried. Eine neue Betriebsausweiche ermögliche eine Taktverkürzung zwischen Graz und Gleisdorf auf 15 Minuten.

In Leoben-Lerchenfeld wird bis 2021 um 5,6 Mio. Euro eine neue große Haltestelle mit zwei barrierefreien Bahnsteigen gebaut. Dazu gebe es Überlegungen seitens der Stadt für die Errichtung einer Fußgänger- und Radwegbrücke über die Mur, um einen Großbetrieb und Benützer einer wichtigen Regionalstraße anzubinden.

Die Vertragsunterzeichnung habe laut Angelo "nichts mit Wahlterminen zu tun. Man muss auch in den Regionen etwas tun, damit die profitieren. Wir brauchen dazu auch die Unterstützung der Partner Länder und Gemeinden", sagte die ÖBB-Infrastruktur-Vorständin.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro