Bürger sollen bei deutschen Infrastruktur-Projekten mitverdienen

Berlin - Bürger könnten sich künftig an der Finanzierung großer Infrastruktur-Projekte in Deutschland beteiligen und so bessere Zinsen bekommen als mit Lebensversicherungen oder Bausparverträgen. Dieser Vorschlag gehört zu einem Zehn-Punkte-Plan einer Expertenkommission, die für die deutsche Regierung Ideen gesammelt hat, wie marode Straßen, Brücken oder Schulen rasch saniert werden können.

Der Chef der 21-köpfigen Kommission, Wirtschaftsforscher Marcel Fratzscher, sagte am Montag in Berlin, die Politik solle solche Bürgerfonds prüfen, in die die Bürger etwa über die vom Arbeitgeber mitgeförderten vermögenswirksamen Leistungen investieren könnten. Vergleichbare Energiewende-Fonds waren beim Ausbau der Stromnetze in der Praxis aber gescheitert.

Die Investitionslücke in Deutschland bezifferte Fratzscher auf etwa 90 Mrd. Euro pro Jahr. Die von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) eingesetzte Kommission wirbt dafür, dass per Gesetz festgeschrieben wird, Haushaltsüberschüsse zwingend für Investitionen zu nutzen. Damit würde die Schuldenbremse im Grundgesetz aber nicht hinterfragt, sagte Fratzscher.

Der Co-Vorstandschef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, betonte, vor allem Pensionsfonds und Versicherungen seien an stabilen, langfristigen Investments interessiert und deshalb ideale Partner für den Ausbau der Infrastruktur. Am verfügbaren Geld mangele es nicht.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

Newsticker

Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

Newsticker

Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

Newsticker

Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los