Budget: Neugebauer sperrt sich gegen Einsparungen bei Beamten

Wien - Beamtengewerkschaftschef Fritz Neugabauer (ÖVP) sperrt sich gegen Einsparungsideen bei der Beamtenschaft. "Der öffentliche Dienst wird sicher nicht die Steuerreform zahlen", sagte er zum "Kurier". Im Ö1-"Morgenjournal" verwies er auf die Nulllohnrunde 2013: "Wir haben gespart." Auch zur erneuten Überlegungen, die Unterrichtsverpflichtung der Lehrer auszuweiten, gab es ein striktes "Nein".

Der Beamten-Gewerkschafter verwies im "Morgenjournal" darauf, dass erst vor "wenigen Jahren" ein neues Dienstrecht verhandelt worden sei - "und damit ist eigentlich das Dienstrecht gesettelt". Hier neuerliche Änderungen anzustreben, lehnt er klar ab. Im Hinblick auf einen Gegenfinanzierung der Steuerreform sei "jeder Eingriff im Dienstrecht und Besoldung nicht annehmbar". Gefragt, ob das ein striktes Nein zu zwei Stunden mehr in der Klasse bedeute, sagte der GÖD-Chef: "Das ist so."

Mit "den Attacken gegen den Öffentlichen Dienst" müsse Schluss sein, betonte er im "Kurier". "Er ist nicht die freie Rücklage der Republik, wenn nichts mehr geht. Nach dem Motto: Wenn Geld fehlt, melden wir uns bei den Beamten." Im "Morgenjournal" meinte er, es gebe "überhaupt keinen Anlass", bei den Beamten-Gehältern Änderungen anzudenken, denn: "Wir haben gespart. Wir haben 2013 eine Null-Lohn-Runde gedreht, das hat die Kollegenschaft akzeptiert."

Zu angeblichen Vorhaben, durch geringere Gehaltsabschlüsse für Beamten 220 Mio. Euro zu lukrieren, und weitere 100 Mio. Euro über einen "Solidarbeitrag" für besser verdienende Beamte, sagte Neugebauer, er habe das nur aus den Medien vernommen. "Offensichtlich haben einige Regierungsmitglieder ihre Verbindungen zum Boulevard genützt und in den letzten Wochen einige Botschaften abgesetzt." Wenn der Arbeitgeber etwas will, dann habe er "die Dinge auf den Tisch zu legen". Freilich glaubt er ohnehin nicht an das medial Kolportierte: "Was in der Zeitung steht ist ja nicht nur Halbwahrheit, also 90 Prozent falsch."

Bundesminister und Regierungskoordinator Josef Ostermayer (SPÖ) erklärte dazu in einer Stellungnahme gegenüber der APA: "Eine Nulllohnrunde ist eine Phantomdiskussion. Und grundsätzlich gilt: Man führt Verhandlungen direkt mit der Gewerkschaft und nicht über die Medien. Diesen Weg wird die Regierung wie auch in der Vergangenheit beschreiten."

Neugbauer wollte jedenfalls Kampfmaßnahmen nicht ausschließen: "Sie wissen, dass eine Gewerkschaft immer bereit sein muss", sagte er gegenüber Ö1. Und laut "Oberösterreichischen Nachrichten" gab es bereits am Montagabend ein Treffen von Neugebauer und den Landes-Gewerkschaftschefs, wie Oberösterreichs GÖD-Vorsitzender Peter Csar dem Blatt bestätigte. Die Reaktionen auf die Sparpläne seien "heftig" gewesen, konkrete Maßnahmen wurden aber noch nicht besprochen.

Kritik an einer Kampagne der Gewerkschaft an Schulen, bei der Infomaterial unter dem Titel "Nicht mit uns" verteilt wird, verteidigte Neugebauer: "Das ist Demokratie und ein Teil von politischer Bildung."

Berlin (APA/Reuters) - Die Deutsche Bahn will angesichts ihrer Probleme bei Pünktlichkeit und Wartung der Fahrzeuge mehr Mitarbeiter als je zuvor einstellen. Auch 2019 sollten rund 20.000 neue Eisenbahner ins Unternehmen kommen, geht aus Konzernunterlagen hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlagen. Zuletzt war von rund 15.000 die Rede.
 

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Deutsche Bahn will 2019 weitere 20.000 Mitarbeiter einstellen

Ingolstadt/Düsseldorf (APA/dpa) - Der für das Deutschlandgeschäft verantwortliche Geschäftsführer des Handelskonzerns MediaMarktSaturn, Wolfgang Kirsch, muss seinen Posten räumen. "Nach 25 Jahren bei MediaMarktSaturn hat Wolfgang Kirsch für sich erkannt, dass es jetzt an der Zeit ist zu gehen, um einer neuen Führung Raum zu geben", teilte der nun verbleibende Geschäftsführer, Ferran Reverter, am Mittwoch in Ingolstadt mit.
 

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Deutschlandchef von MediaMarktSaturn muss gehen

Wien (APA) - Die Österreichische Post AG setzt auf Kontinuität und hat erneut Georg Pölzl zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt. Die aktuelle Funktionsperiode laufe noch bis Ende September 2019 und werde danach um drei Jahre verlängert, mit anschließender Verlängerungsoption um zwei weitere Jahre. Das wurde in der ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats beschlossen, teilte die Post heute, Mittwoch, mit.
 

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Georg Pölzl bleibt Chef der Österreichischen Post