Budget - Für die nächste Steuerreform sind 3,5 Mrd. vorgesehen

Wien (APA) - Die Regierung hat in ihrem Doppelbudget 2018/2019 die geplante Steuerreform mit 3,5 Mrd. Euro eingespeist. In Kraft treten sollen die Entlastungsmaßnahmen mit 1.1. 2020. Im Budget sind 2021 vorsorglich 1,3 Mrd. Euro und 2022 weitere 2,2 Mrd. Euro vorgesehen. Das heißt laut Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs (FPÖ) aber nicht, dass das Volumen der Reform nicht größer als diese 3,5 Mrd. Euro sein wird.

Die Lohnsteuerentlastung aus der letzten Reform 2016 betrug 4,4 Mrd. Euro im Jahr. Die Steuerreform werde deutlich mehr ausmachen als die vorsorglich budgetierte Summe, sagte Fuchs bei einem Hintergrundgespräch zum Budget Dienstagabend. Man könne jetzt aber noch keine Details einplanen, weil diese noch nicht bekannt seien. Zudem soll es ein völlig neues Einkommenssteuergesetz geben. "Das erfordert einen gewissen Vorlauf."

Aufhorchen ließ Fuchs mit Aussagen, die auf ein Abrücken von der im Wahlkampf versprochenen Abschaffung der kalten Progression (die jährliche Lohnerhöhung wird dadurch "aufgefressen", dass man in höhere Steuerstufen vorrückt und mehr Lohnsteuer zahlt, Anm.) hindeuten. Fuchs verwies darauf, dass einerseits die Steuerreform 2016 noch immer wirke und anderseits 2020 eine weitere Steuersenkung erfolgen werde. Damit werde die "kalte Progression" wieder auf Null gestellt. Und am Ende der Legislaturperiode werde man sich mit dem Thema noch ein Mal befassen, betonte Fuchs. Die Regierung habe den Wunsch, die kalte Progression abzuschaffen, "aber es gibt noch viele andere Wünsche".

Bei der Senkung der Körperschaftssteuer scheint die Regierung ebenfalls neue Modelle anzudenken. Bisher war meist von einer Halbierung des Steuersatzes auf nicht entnommene Gewinne von 25 auf 12,5 Prozent die Rede. Fuchs sprach nun davon, dass man eine "praktikable" Lösung suche. Entweder in Form einer allgemeinen Senkung der KöSt in Richtung 20 Prozent oder eine "massive Reduktion des Steuersatzes für Investitionen". Das Problem bei letzterem sei das EU-Recht, "denn wir wollen nicht Investitionen ins Ausland entlasten". Möglich sei auch eine Mischvariante. Ziel sei eine Regelung, "die leicht administrierbar ist und das Steuerrecht einfacher macht", so Fuchs.

Berlin (APA/dpa) - Angesichts des deutschen Aufholbedarfs bei der E-Mobilität empfehlen Experten der Bundesregierung, den Umweltbonus für Elektroautos beizubehalten. Er solle gezahlt werden, bis das Ziel von einer Million E-Autos erreicht sei, sagte der Chef der beratenden Nationalen Plattform Mobilität (NPE), Henning Kagermann, am Mittwoch. Der steigende Marktanteil der Elektromobilität sei "kein Selbstläufer".
 

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Deutschland - Experten für Verlängerung von Umweltbonus für E-Autos

München/Ingolstadt (APA/AFP) - Der in Untersuchungshaft sitzende beurlaubte Audi-Chef Rupert Stadler ist mit seiner Haftbeschwerde in die nächste Instanz gegangen. Wie eine Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft München II am Mittwoch sagte, habe Stadler am Montag eine weitere Beschwerde vor dem Oberlandesgericht München eingelegt. Mitte August hatte das Landgericht München seine Haftbeschwerde abgelehnt.
 

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Beurlaubter Audi-Chef Stadler geht in nächste Instanz

Hamburg (APA/AFP) - Der irische Billigflieger Ryanair bietet seinen in Deutschland stationierten Piloten eine Festanstellung sowie die Übernahme von Ausbildungskosten an. "Bis Weihnachten sind alle Piloten, die in Deutschland ihre Basis haben, direkt bei uns angestellt", sagte Ryanair-Manager Peter Bellew der Wochenzeitung "Die Zeit".
 

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Ryanair bietet in Deutschland stationierten Piloten Festanstellung an