Buchhandelskette Thalia will Leserschwund stoppen

Hagen/Linz (APA/dpa) - Deutschlands größte Buchhandelskette Thalia will dem Leserschwund nicht länger tatenlos zusehen. Thalia-Chef Michael Busch kündigte am Mittwoch in Düsseldorf eine Neuausrichtung der Kette an, die annähernd 300 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreibt.

Die Buchhandlungen sollen viel stärker als bisher zum Begegnungsort werden mit Cafés, Lesebereichen und Spielecken für Kinder - aber auch mit einer Vielzahl von Veranstaltungen. Innerhalb von drei Jahren sollen alle Filialen auf das neue Konzept umgestellt werden.

Gleichzeitig plant der Buchhändler eine Werbekampagne für das Lesen. Der Hintergrund: Nach einer Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ist die Zahl der Buchkäufer in den vergangenen fünf Jahren um rund 6,4 Millionen gesunken. "Jeder Vierte liest überhaupt nicht mehr. Das wollen - und müssen - wir ändern", sagte Busch. Helfen soll dabei ausgerechnet US-Präsident Donald Trump. Einer der Slogans für die geplanten Plakataktionen und TV-Spots heißt kurz und knapp: "Donald Trump liest nicht gern."

Thalia starte die Kampagne aus einer Position der Stärke heraus, betonte Busch. Die Handelskette, die noch vor einigen Jahren um das Überleben kämpfte, stehe zwei Jahre nach der Übernahme durch ein Eigentümerkonsortium um die Freiburger Verlegerfamilie Herder "wirtschaftlich gesund" da. Im noch zwei Wochen dauernden Geschäftsjahr 2017/2018 habe das Unternehmen Umsatz und Ergebnis erneut gesteigert und werde Ende September schuldenfrei sein. Genaue Zahlen nannte Busch nicht.

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