Buch oder Foto? EU harmonisiert Zollrecht

Fotobücher gelten künftig als Fotos und nicht mehr als Bücher - das macht sie teurer. Da die EU-Kommission per Verordnung festgelegt hat, dass Fotobücher mit personalisierten Fotos als Fotografien einzuordnen sind, erhöht sich in Österreich ab 1. April 2016 der Mehrwertsteuersatz für Fotobücher von 10 auf 20 Prozent.

Die geänderte Einstufung werde Fotobücher nicht nur verteuern, sondern bedeute "für die Hersteller dieser Art von Büchern eine weitere enorme administrative Zusatzbelastung", beklagen der Obmann des Berufszweigs Fotohandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Georg Friedrichsberg, und der Obmann des Fotohandelsgremiums in der Wirtschaftskammer Wien, Gerhard Brischnik. Es gebe nämlich enorme Abgrenzungsschwierigkeiten, weil Fotobücher, denen das Merkmal des personalisierten Fotos fehle, auch weiterhin als Bücher gelten würden, heißt es in einer Wirtschaftskammer-Aussendung vom Freitag.

Eigentlich ziele die EU-Verordnung nicht auf die Umsatzsteuer ab, sondern es handle sich um eine Harmonisierung des Zollrechts, hieß es auf Anfrage der APA. Die Erhöhung der Umsatzsteuer sei nur ein unangenehmer Nebeneffekt, der sich in Österreich - aber auch in anderen Ländern - aus der Verknüpfung der Umsatzsteuer mit der nun geänderten Zolltarifnummer ergebe. In Österreich beträgt der Umsatz mit Fotobüchern nach Auskunft der Wirtschaftskammer rund 25 Millionen Euro pro Jahr.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden