Brückenprojekt in Kroatien - Strabag klagt vor Verwaltungsgericht

Zagreb/Wien (APA) - Der österreichische Baukonzern Strabag, der in Kroatien den Rennen für das große Bauprojekt für die Peljesac-Brücke gegen das staatliche chinesische Bauunternehmen China Road and Bridge Corporation (CRCB) verloren hat, hat eine Beschwerde beim kroatischen Verwaltungsgericht eingereicht, berichteten kroatische Medien. Die Beschwerde könnte den Baubeginn bis 2020 verzögern, hieß es.

Die Strabag hat das Einreichen der Beschwerde gegenüber der "Presse" bestätigt. Zugleich hat der Baukonzern einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt, der die Vertragsunterzeichnung des staatlichen Auftraggebers Hrvatske ceste mit dem chinesischen Anbieter verhindern soll, so die Zeitung. Die Unterzeichnung des Vertrags ist laut dem kroatischen Infrastrukturminister Oleg Butkovic für den 23. April vorgesehen, berichteten unterdessen kroatische Medien.

Außerdem ruft die Strabag die EU-Kommission an: Die kroatischen Behörden hätten bei der Vergabe des Projektes die Anti-Dumping-Regelungen der EU, die vor Billigimporten aus China schützen sollen, nicht eingehalten, heißt es gegenüber der "Presse". Die Strabag hat in einer Beschwerde bei der staatlichen kroatischen Kommission für die Aufsicht öffentlicher Beschaffungsverfahren (DKOM), die im März abgelehnt wurde, dem chinesischen Konkurrenten vorgeworfen, Dumpingpreise angeboten zu haben, weil er mit unerlaubten staatlichen Beihilfen Chinas rechnen könne. Die kroatische Behörde wies das zurück und betonte, dass es keine Beweise für staatliche Beihilfen gebe. Was die Dumpingpreise angehe, liege die Zuständigkeit sie festzustellen bei der EU-Kommission, hieß es aus der Behörde.

Die Chinesen legten mit knapp 280 Mio. Euro (2,08 Mrd. Kuna) das günstigste Angebot für den von der EU geförderten Bau der strategisch wichtigen Brücke, die in Süddalmatien das Festland mit der Halbinsel Peljesac verbinden soll. China hat laut kroatischen Medienberichten erstmals einen derart großen Auftrag für ein Infrastrukturprojekt in der EU erhalten. Das Angebot der Strabag belief sich auf 352,4 Mio. Euro (2,62 Mrd. Kuna).

Frankfurt (APA/Reuters) - Der Börsengang des deutschen Cloud-Telefonieanbieters Nfon soll bis zu 138 Mio. Euro schwer werden. Die Aktien werden zu einem Preis von 15,60 bis 19,60 Euro angeboten, wie das Münchner Unternehmen am Dienstag mitteilte.
 

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Nfon-Börsengang soll 138 Mio. Euro einbringen

Berlin (APA/AFP) - Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat die Verleihung des deutschen Axel Springer Awards an Amazon-Chef Jeff Bezos scharf kritisiert. Bezos bekomme den Preis für besonders innovatives Unternehmertum - "dieses zeigt sich vor allem darin, dass er Weltmeister im Steuervermeiden ist", sagte Nahles am Dienstag in Berlin.
 

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Kritik an Axel Springer Award für Amazon-Chef Bezos

Wien/Ternitz (APA) - Sonja Zimmermann (45), Tochter des Aufsichtsratsvorsitzenden des börsenotierten Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBO) Norbert Zimmermann, wurde heute auf der Hauptversammlung der Gesellschaft neu für fünf Jahre in den Aufsichtsrat gewählt. Sie folgt Peter Pichler, dessen Funktionsperiode heute auslief, teilte SBO am Dienstag mit.
 

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Sonja Zimmermann zieht neu in den SBO-Aufsichtsrat ein