British Airways will Air-Berlin-Tochter Niki nicht mehr

Berlin (APA/Reuters) - British Airways hat einem Insider zufolge kein Interesse mehr an einer Übernahme der Air-Berlin-Tochter Niki. Der Mutterkonzern IAG habe abgesagt, weil ein Deal nicht mehr attraktiv sei, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag von einer mit der Situation vertrauten Person. IAG und Air Berlin lehnten einen Kommentar dazu ab.

Eigentlich hatte sich die AUA-Mutter Lufthansa im Oktober mit Air Berlin darauf geeinigt, deren Töchter Niki und LGW für 210 Mio. Euro zu übernehmen. Zuletzt zeichnete sich jedoch ab, dass vor allem die Niki-Übernahme am Veto der EU-Kommission scheitern könnte.

Nach Angaben aus Branchenkreisen hatten deshalb vorübergehend nochmal jene Interessenten für Niki den Finger gehoben, die im vorherigen Bieterverfahren den Kürzeren gezogen hatten. So habe es zuletzt wieder Gespräche mit British Airways und der Thomas-Cook-Tochter Condor gegeben, sagte der Insider. Ein Condor-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma