Britischer Minister: Keine Verlängerung der Brexit-Übergangsperiode

London (APA/Reuters) - Der britische Handelsminister Liam Fox hat einer Verlängerung der Übergangsperiode nach dem Brexit über das Jahr 2020 hinaus eine Absage erteilt. "Ich glaube nicht, dass das eintreten wird", sagte Fox am Donnerstag dem Rundfunksender BBC. "Wir wissen, dass wir die Unterstützung der britischen Öffentlichkeit brauchen und dass eine Verlängerung nicht populär wäre."

"Ich möchte das nicht und werde eine Verlängerung auch nicht unterstützen", unterstrich der konservative Politiker. Großbritannien wird am 29. März 2019 die Europäische Union verlassen. Weil die künftigen Beziehungen zwischen der EU und London bis dahin nicht im Detail geregelt werden können, wurde eine Übergangsperiode bis Ende 2020 vereinbart. In diesem Zeitraum soll Großbritannien dem EU-Recht weiterhin unterworfen sein, aber keinen politischen Einfluss auf seine Gestaltung mehr haben. Außerdem will der bisherige EU-Nettozahler auch während der Übergangsperiode seine EU-Beiträge in voller Höhe leisten.

Düsseldorf/Göteborg (APA/Reuters) - Der Autobauer Volvo Cars, der nach einem Gewinnsprung im Quartal weiter auf Rekordkurs ist, will durch Produktionsverlagerung US-Zölle auf Importe aus China umgehen. Der SUV XC60 für den US-Markt werde künftig in Europa und nicht mehr in China gefertigt, sagte Firmenchef Hakan Samuelsson am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Verlagerung habe bereits begonnen.
 

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Autobauer Volvo verlagert wegen US-Zöllen SUV-Produktion nach Europa

Brüssel (APA) - EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat im Rahmen einer Veranstaltung über den Marshall-Plan die Bedeutung der Zusammenarbeit im Handel mit den USA beschworen. "Wir stehen heute an einer Wegkreuzung für den offenen globalen Handel." Sie hoffe, die USA werden mit der EU das Vertrauen in das multilaterale Handelssystem wieder aufbauen.
 

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Strafzölle - Malmström beschwört Zusammenarbeit im Handel

Berlin (APA/Reuters) - Das Münchner Ifo-Institut kritisiert die neuen EU-Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte als kontraproduktiv. "Sie richten mehr Schaden an als Nutzen", erklärte Ifo-Außenwirtschaftschef Gabriel Felbermayr am Donnerstag. "Die Schutzzölle sind keineswegs Ausdruck ökonomischer Vernunft, sondern der Lobbystärke der Stahlbranche."
 

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Ifo-Institut kritisiert EU-Schutzzölle - "Mehr Schaden als Nutzen"