Britische Wirtschaft wuchs vor Brexit-Entscheid langsamer

Die britische Wirtschaft verliert vor dem Referendum über den Verbleib des Landes in der Europäischen Union an Schwung. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Jänner bis März nur noch um 0,4 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt am Mittwoch in London mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit diesem Ergebnis gerechnet, nachdem es Ende 2015 noch zu 0,6 Prozent gereicht hatte. Getragen wurde das Wachstum hauptsächlich von den Dienstleistern mit der starken Finanzbranche. Industrie und Bau produzierten dagegen weniger.

Für Verunsicherung in der Wirtschaft sorgt die für den 23. Juni angesetzte Abstimmung. Einer Studie zufolge scheuen sich immer mehr Unternehmen, Mitarbeiter unbefristet einzustellen. Stattdessen bevorzugten sie befristete Verträge. Auch halten sich viele Firmen mit Investitionen zurück. Laut Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Befürworter und Gegner eines Brexit - eines britischen EU-Austritts - ab.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab