Britische Produktion stieg, Bau mit stärkstem Rückgang seit 2012

London/Paris (APA/Reuters) - Die britischen Unternehmen haben ihre Produktion im Jänner so kräftig gesteigert wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Die Betriebe stellten um 1,3 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das nationale Statistikamt ONS am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten sogar mit einem Plus von 1,5 Prozent gerechnet.

Hauptgrund für das Wachstum war die Wiedereröffnung einer wichtigen Nordsee-Pipeline, die im Dezember nach einem Haar-Riss für Reparaturarbeiten geschlossen werden musste. Durch die Leitung fließen normalerweise 450.000 Barrel Öl am Tag von der Nordsee nach Schottland.

Wird dieser Sondereffekt ausgeklammert, sieht das Ergebnis nicht mehr so gut aus. Die Industriefabriken steigerten ihren Ausstoß lediglich um 0,1 Prozent. Die Baubranche drosselte ihre Produktion sogar um 3,4 Prozent und damit so stark wie seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr. Besonders der Hausbau sorgte für das Minus.

Die britische Wirtschaft hat voriges Jahr tendenziell an Schwung verloren. Grund dafür ist nicht zuletzt, dass das Brexit-Votum im Sommer 2016 für eine höhere Inflation sorgt und damit die Kaufkraft der Briten dämpft. Zudem investieren viele Unternehmen weniger.

In Frankreich ging die Produktion im Jänner deutlich zurück. Das Minus fiel mit 2,0 Prozent unerwartet kräftig aus. Experten hatten lediglich einen Rückgang um 0,2 Prozent vorhergesagt.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder