Britische Notenbank sieht Arbeitsmarkt im Aufwind

London (APA/Reuters) - Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien wird nach Ansicht eines führenden Währungshüters heuer noch stärker sinken als von der Notenbank erwartet. Das Führungsmitglied der Bank of England (BoE), Michael Saunders, veranschlagt für 2018 eine Erwerbslosenquote von nur noch 4 Prozent.

"Wägt man positive und negative Effekte für die Wirtschaft ab, ist der Ausblick nicht rosig, aber auch nicht düster", sagte er am Mittwoch in London. Die BoE rechnet in ihrer jüngsten Prognose für 2018 mit 4,2 Prozent.

Saunders erwartet, dass die Arbeitnehmer bei der annähernd erreichten Vollbeschäftigung deutliche Lohnzuwächse durchsetzen können. Er hält ein Gehaltsplus von drei Prozent oder mehr für realistisch: Derart kräftige Lohnsteigerungen gab es auf der Insel seit 2009 nicht mehr.

Die Kehrseite der Medaille ist die Inflation, die dadurch noch stärker nach oben getrieben werden dürfte. Sie stieg im November auf 3,1 Prozent und damit den höchsten Stand seit fast sechs Jahren, bevor der Preisauftrieb im Dezember leicht nachließ. Die britische Notenbank erwartet jedoch nicht, dass ihr Ziel von zwei Prozent vor 2021 erreicht wird. Angeheizt wird das Preisniveau vor allem durch die schwächere Landeswährung Pfund, die nach dem Anti-EU-Referendum der Briten vom Sommer 2016 deutlich abgewertet hat. Dadurch werden Importe teurer, was die Lebenshaltungskosten nach oben treibt.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

Newsticker

May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

Newsticker

Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

Newsticker

Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht